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Erstmals sollen Siemens-Züge unter dem Ärmelkanal fahren

Paris/Berlin Künftig werden erstmals Züge des Siemens-Konzerns unter dem Ärmelkanal fahren.

Der bisherige Monopol- Bahngesellschaft im Eurotunnel bestellt bei dem deutschen Konzern zehn Hochgeschwindigkeitszüge, wie Eurostar am Donnerstag mitteilte. Bei den Zügen handelt es sich mit dem «Velaro» um dasselbe Modell, das die Deutsche Bahn (DB) als neue Generation der ICE-Züge einsetzen will. Bisher hatte ausschliesslich der französische Alstom- Konzern die Tunnel-Züge gebaut. Der Hersteller des TGV, hatte Anfang der Woche den Abbau von 4000 Stellen, darunter bis zu 750 in der Schweiz, angekündigt. Betroffen ist allerdings nicht die Bahnsparte, sondern der Kraftwerksbau. Insgesamt will Eurostar rund 800 Mio. Euro investieren, um neue Züge zu kaufen und die alten überholen zu lassen. Die derzeitige Flotte von 28 Zügen hatte Eurostar vor 16 Jahren in Betrieb genommen. Die neuen Siemens-Züge fahren mit Geschwindigkeiten von bis zu 320 Kilometern pro Stunde und können rund 900 Passagiere transportieren, rund 20 Prozent mehr als die bisher von Eurostar eingesetzten Modelle. Die Reise zwischen Paris und London soll mit den Zügen rund zwei Stunden dauern. DB will nach London Eurostar hat bisher das Monopol auf den Transport von Passagieren unter dem Eurotunnel. Allerdings dringt die Deutsche Bahn seit Jahren darauf, die lukrative Strecke ebenfalls bedienen zu dürfen. 2013 soll es soweit sein. Dazu findet in zwei Wochen eine Testfahrt statt. Bisher entsprechen die Siemens-Züge nicht den Sicherheitsbestimmungen des Tunnelbetreibers. Demnach müssen die Züge mindestens 400 Meter lang und durchgehend begehbar sein, um eine schnelle Evakuierung zu ermöglichen. Rund neun Millionen Menschen fahren jährlich mit dem Eurostar, der Grossbritannien mit dem europäischen Festland verbindet. Die Mehrheit an Eurostar hält die französische Staatsbahn SNCF.

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