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EU-Kommission will strengere Regeln bei Hypthekarkrediten

Brüssel Um zu verhindern, dass sich Konsumenten hoffnungslos finanziell übernehmen, will die EU-Kommission Banken und andere Finanzakteure auf strengere Regeln bei der Hypothekenvergabe verpflichten.

Künftig soll keine Hypothek mehr vergeben werden können, ohne dass vorher die finanzielle Leistungsfähigkeit des Kreditnehmers genau unter die Lupe genommen wurde, erläuterte eine Kommissionssprecherin am Donnerstag bei der Präsentation des Gesetzesvorschlags in Brüssel. Damit die Konsumenten sich ein besseres Bild über die verschiedenen Angebote machen können, soll zudem ein europaweit einheitliches Formular eingeführt werden, über das sich die Kunden über die Kreditbedingungen informieren können. Ausserdem sollen sie grundsätzlich das Recht haben, ihre Hypotheken früher zurückzuzahlen. Um mehr Transparenz in den Markt zu bekommen, soll es eine Registrierungspflicht für Hypothekenvermittler geben. Dazu peilt die Kommission eine Auskunftspflicht über Geschäftsverbindungen an. Im Gegenzug sollen die Finanzakteure europaweit besseren Zugang zu Kreditdatenbanken bekommen. Auch bei der Werbung setzt die Kommission strengere Massstäbe an: So soll es verboten sein, falsche Erwartungen zu erwecken, was die Kosten oder die Zugänglichkeit der Kredite angeht. Welchen Schaden unverantwortliche Kreditvergabe und -aufnahme anrichten kann, zeigte die Finanzkrise. Besonders in den USA hatten Millionen Menschen in der Hoffnung auf steigende Immobilienpreise Darlehen aufgenommen, die viele nach dem Platzen der Immobilienblase nicht mehr bedienen konnten.

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