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Europas Banken kehren USA den Rücken

Frankfurt Europäische Banken haben ihr Geschäft in den USA seit Ausbruch der Finanzkrise 2007 stark abgebaut.

Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie der Deutschen Bank hervor. Demnach reduzierten Europas Institute ihr Bilanzvolumen in den USA auf insgesamt 973 Milliarden Dollar. Vor der Krise waren es noch über 1,5 Billionen Dollar. Damals kamen 50 Prozent des US-Geschäfts von europäischen Geldhäusern, jetzt sind es nur noch 30 Prozent. Der Druck, in Kürze die verschärften Kapitalanforderungen der Aufsichtsbehörden (Basel III) erfüllen zu müssen, treibe die Banken zurück in die Heimat, erklärte Analyst Jan Schildbach. Denn die Institute müssen Kredite künftig mit mehr Eigenkapital unterlegen und überlegen deshalb sehr genau, wo sie Geschäfte machen. Ausserdem ist die Refinanzierung in Dollar in der Krise schwieriger geworden. Davon profitieren der Studie zufolge kanadische und japanische Banken, die ihre Position in den USA stetig ausbauen. Auch Geldinstitute aus Brasilien, Indien und China seien auf dem Vormarsch. Zusammen haben diese Schwellenländer ihre Aktiva in den USA in den letzten fünf Jahren fast verneunfacht.

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