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Ex-Postchefin Ruoff erhält vorläufig keine Boni

Der Subventions-Skandal bei der Post könnte Susanne Ruoff mehr als nur die Stelle kosten. Dies geht aus dem Kaderlohnreporting 2017 hervor.

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Die Affäre um die Postauto AG ist noch nicht ausgestanden: Jetzt wurde der CarPostal-Präsident André Burri von seinen Aufgaben entbunden. (Archiv)
Die Affäre um die Postauto AG ist noch nicht ausgestanden: Jetzt wurde der CarPostal-Präsident André Burri von seinen Aufgaben entbunden. (Archiv)
Jean-Christophe Bott, Keystone
2,3 Millionen Franken sollen im Tessin quersubventioniert worden sein: Postauto fährt durch Lugano. (Archiv)
2,3 Millionen Franken sollen im Tessin quersubventioniert worden sein: Postauto fährt durch Lugano. (Archiv)
Martin Ruetschi, Keystone
AKB-Chef Pascal Koradi und ehemaliger Finanzchef der Schweizerischen Post hat darauf seinen Rücktritt am 12. Juni 2018 bekanntgegeben.
AKB-Chef Pascal Koradi und ehemaliger Finanzchef der Schweizerischen Post hat darauf seinen Rücktritt am 12. Juni 2018 bekanntgegeben.
Die Schweizerische Post, Keystone
Am 10. Juni 2018 zurückgetreten: Susanne Ruoff, ehemalige Konzernleiterin der Schweizerischen Post AG.
Am 10. Juni 2018 zurückgetreten: Susanne Ruoff, ehemalige Konzernleiterin der Schweizerischen Post AG.
Peter Schneider, Keystone
Die Bundesanwaltschaft hält sich im Postauto-Skandal nicht für zuständig, wie sie mitteilte.
Die Bundesanwaltschaft hält sich im Postauto-Skandal nicht für zuständig, wie sie mitteilte.
Arno Balzarini, Keystone
Die Post musste das Fehlverhalten ihrer Tochtergesellschaft nach einer Untersuchung des Bundesamts für Verkehr eingestehen: Konzernleiterin Susanne Ruoff an der Medienkonferenz. (6. Februar 2018)
Die Post musste das Fehlverhalten ihrer Tochtergesellschaft nach einer Untersuchung des Bundesamts für Verkehr eingestehen: Konzernleiterin Susanne Ruoff an der Medienkonferenz. (6. Februar 2018)
Peter Schneider, Keystone
Die Post wird über 100 Millionen Franken zurückerstatten müssen: Ein Postauto im Goms. (22. Januar 2018)
Die Post wird über 100 Millionen Franken zurückerstatten müssen: Ein Postauto im Goms. (22. Januar 2018)
Dominic Steinmann, Keystone
«Die mit der Untersuchung beauftragten externen Experten werden direkt an den Verwaltungsratspräsidenten rapportieren», so Urs Schwaller.
«Die mit der Untersuchung beauftragten externen Experten werden direkt an den Verwaltungsratspräsidenten rapportieren», so Urs Schwaller.
Keystone
«Ich bin enttäuscht über die Vorgänge bei Postauto AG», heisst es in einer Stellungnahme von Bundesrätin Doris Leuthard.
«Ich bin enttäuscht über die Vorgänge bei Postauto AG», heisst es in einer Stellungnahme von Bundesrätin Doris Leuthard.
Keystone
Postchefin Ruoff habe sich anlässlich der Revision vorbildlich verhalten, so BAV-Direktor Peter Füglistaler.
Postchefin Ruoff habe sich anlässlich der Revision vorbildlich verhalten, so BAV-Direktor Peter Füglistaler.
Keystone
Die Postauto AG nahm jahrelang gesetzeswidrige Umbuchungen vor: Ein Doppelstöckerbus in Engelburg. (19. Mai 2017)
Die Postauto AG nahm jahrelang gesetzeswidrige Umbuchungen vor: Ein Doppelstöckerbus in Engelburg. (19. Mai 2017)
Gian Ehrenzeller, Keystone
Musste nach einer langen Karriere unrühmlich abtreten: Postauto-Chef Daniel Landolf. (22. Mai 2012)
Musste nach einer langen Karriere unrühmlich abtreten: Postauto-Chef Daniel Landolf. (22. Mai 2012)
Georgios Kefalas, Keystone
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Die Boni der inzwischen freigestellten Postchefin Susanne Ruoff werden erst nach Abschluss der Untersuchung freigegeben. Diese belaufen sich auf bis zu 310'000 Franken. Das geht aus dem am Freitag publizierten Kaderlohnreporting 2017 hervor.

Auch die variablen Lohnbestandteile für das laufende Jahr sind blockiert. Ob die Beträge ausgezahlt werden, entscheidet sich gemäss dem Bericht erst nach Abschluss aller Untersuchungen. Die Post hat ihre Erkenntnisse am Montag präsentiert. Das Bundesamt für Polizei klärt derzeit die strafrechtliche Verantwortlichkeit.

Ruoff muss trotzdem nicht darben

Ruoffs Fixlohn belief sich letztes Jahr auf 610'000 Franken. Für Spesen, GA, und andere Nebenleistungen erhielt sie über 50'000 Franken.

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Bilder: Susanne Ruoff tritt als Postchefin zurück

Hat ihren Rücktritt eingereicht: Susanne Ruoff anlässlich der Bilanzmedienkonferenz der Schweizerischen Post AG. (8. März 2018)
Hat ihren Rücktritt eingereicht: Susanne Ruoff anlässlich der Bilanzmedienkonferenz der Schweizerischen Post AG. (8. März 2018)
Peter Schneider, Keystone
Die Wahl als erste Frau an die Spitze der Post galt als Überraschung. Obwohl branchenfremd und politisch ein unbeschriebenes Blatt, setzte sich Susanne Ruoff im November 2011 beim Verwaltungsrat gegen 200 Mitbewerber durch.
Die Wahl als erste Frau an die Spitze der Post galt als Überraschung. Obwohl branchenfremd und politisch ein unbeschriebenes Blatt, setzte sich Susanne Ruoff im November 2011 beim Verwaltungsrat gegen 200 Mitbewerber durch.
Photopress/Linda Pfamatter, Keystone
Anfang Februar war bekannt geworden, dass die Postauto AG jahrelang im subventionierten Geschäftsbereich Gewinne erzielt und zu hohe Subventionen von Bund und Kantonen bezogen hatte. Letztere verlangen deshalb 78,3 Millionen Franken von der Post zurück.
Anfang Februar war bekannt geworden, dass die Postauto AG jahrelang im subventionierten Geschäftsbereich Gewinne erzielt und zu hohe Subventionen von Bund und Kantonen bezogen hatte. Letztere verlangen deshalb 78,3 Millionen Franken von der Post zurück.
Gian Ehrenzeller, Keystone
Mittels einer Kommunikationsagentur liess Ruoff mitteilen, dass sie die Verantwortung für die Umtriebe in dem Unternehmenszweig übernehme.
Mittels einer Kommunikationsagentur liess Ruoff mitteilen, dass sie die Verantwortung für die Umtriebe in dem Unternehmenszweig übernehme.
Peter Schneider, Keystone
Ruoff hält «deutlich» fest, dass sie nichts von den fiktiven Buchungen gewusst habe, die auch schon vor ihrer Zeit als Chefin getätigt worden waren. Sie habe sich auf interne und externe Kontrollen verlassen.
Ruoff hält «deutlich» fest, dass sie nichts von den fiktiven Buchungen gewusst habe, die auch schon vor ihrer Zeit als Chefin getätigt worden waren. Sie habe sich auf interne und externe Kontrollen verlassen.
Marcel Bieri, Keystone
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Spitzenverdiener bei den Unternehmen des Bundes bleibt SBB-Chef Andreas Meyer. Er verdiente letztes Jahr 1'007'235 Franken. Der Fixlohn belief sich auf 600'000 Franken, der Rest sind variable Lohnbestandteile und Nebenleistungen. 2016 hatte Meyer bei gleichem Fixlohn gut 40'000 Franken mehr erhalten. Die übrigen Mitglieder der SBB-Geschäftsleitung kamen 2017 im Schnitt auf 553'000 Franken.

Ruag-Konzernchef Urs Breitmeier hatte vor einigen Jahren noch über eine Million Franken kassiert. 2016 sank die Entschädigung auf gut 900'000 Franken, letztes Jahr waren es noch 795'330 Franken. Der Fixlohn lag etwas tiefer bei 561'000 Franken. Gesunken sind vor allem Boni und andere variable Lohnbestandteile. Diese betrugen noch gut 200'000 Franken, gegenüber 354'000 Franken im Vorjahr.

Gestiegen ist dagegen die Entschädigung von Postfinance-Chef Hansruedi Köng. Diese belief sich auf insgesamt 834'000 Franken, rund 24'000 Franken mehr als im Jahr zuvor.

(SDA)

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