Zum Hauptinhalt springen

EZB belässt Leitzins wie erwartet bei 1,25 Prozent

Helsinki Die EZB legt nach der Zinserhöhung im April wie an den Märkten erwartet eine Pause ein.

Wie der Rat der Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag nach seiner Sitzung in Helsinki mitteilte, bleibt der Schlüsselzins für die Euro-Zone bei 1,25 Prozent. Vergangenen Monat hatten die Währungshüter den wichtigsten Zins zur Versorgung der Geschäftsbanken im Euro-Raum mit Zentralbankgeld erstmals seit fast zwei Jahren wieder leicht angehoben. Damit hatten sie sich von ihrer Krisenpolitik des extrem billigen Geldes verabschiedet. Die Inflation im Euro-Raum zog zuletzt weiter an und erreichte im April 2,8 Prozent. Sie entfernte sich damit noch weiter vom Zielwert der Notenbank von knapp unter zwei Prozent. Ökonomen erwarten, dass die EZB ihren Leitzins in den nächsten Monaten in kleinen Schritten auf 2,0 Prozent anheben wird. So sollen der Preisdruck gesenkt und die Kaufkraft in Boom-Ländern wie Deutschland erhalten werden. Höhere Zinsen verteuern aber auch Kredite. Daher könnten sie Gift für die Erholung der Konjunktur sein und damit vor allem einen Aufschwung in Krisenstaaten wie Irland, Griechenland und Portugal noch schwieriger machen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch