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EZB-Rat winkt Frankreichs Kandidaten für Direktorium durch

Frankfurt Frankreich wird nach mehrmonatiger Abstinenz ab Januar wieder im EZB-Direktorium vertreten sein.

Der EZB-Rat billigte am Donnerstag den französischen Vorschlag, den Ökonomen Benoit Coeure in das sechsköpfige Gremium zu entsenden. Die Europäischen Zentralbank (EZB) bescheinigt dem Ökonom des französischen Finanzministeriums hohes Renommee und Berufserfahrung auf dem Gebiet der Geldpolitik und im Bankwesen. Coeure gilt im Personalgerangel um den Posten des EZB-Chefökonomen als Rivale des künftigen deutschen Direktoriumsmitglieds Jörg Asmussen. Auch wenn beide Länder bereits den Finger bei der Besetzung dieses einflussreichen und prestigeträchtigen Amts gehoben haben, liegt die Entscheidung nicht in ihrer Hand. Über den Zuschnitt der Ressorts im Direktorium entscheidet die EZB selbst. Das Vorschlagsrecht hat dabei Präsident Mario Draghi. Lorenzo Bini Smaghi, der Landsmann des italienischen EZB-Chefs, hatte mit seinem freiwilligen Rückzug den Weg für Coeure freigemacht. Frankreich ist seit dem Ende der Amtszeit des langjährigen EZB-Chefs Jean-Claude Trichet nicht mehr im Direktorium vertreten. Der amtierende Chefökonom Jürgen Stark zieht sich Ende des Jahres von seinem Posten zurück. Er hatte das Anleihen-Ankaufprogramm der EZB kritisiert, mit dem er die Grenze zwischen Fiskal- und Geldpolitik verwischt sieht.

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