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Für wen Arbeitszeiterfassung bald Geschichte ist

Die gestern kommunizierte Einigung zwischen Bund, Gewerkschaften und Arbeitgeber sieht vor, dass Arbeitnehmer mit mehr als 120'000 Franken Lohn künftig keine Arbeitszeit mehr erfassen. Unter zwei Bedingungen.

So ging Arbeitszeiterfassung früher: Eine Angestellte der ABB in Baden 1994 an der Stempeluhr.
So ging Arbeitszeiterfassung früher: Eine Angestellte der ABB in Baden 1994 an der Stempeluhr.
Martin Ruetschi, Keystone

Haben Sie aufgeschrieben, wann Sie heute Morgen im Büro waren? Oder ausgestempelt, als Sie in der Rauchpause waren? Oder haben Sie es wenigstens notiert, dass Sie sich gestern Abend noch auf die Sitzung von heute früh vorbereitet haben? Nein? Dann geht es Ihnen wie der Mehrheit der Angestellten in der Schweiz. Die Arbeitszeit im Detail zu erfassen, ist heute vielerorts nicht mehr üblich – und wäre ganz schön kompliziert. Trotzdem verstösst das eigentlich gegen das Gesetz. Dieses schreibt vor, dass jeder Arbeitnehmer detailliert erfasst, wann er wie viel gearbeitet hat, ja sogar wann er in der Pause war. Der Arbeitgeber seinerseits muss diese Aufzeichnungen fünf Jahre lang aufbewahren.

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