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Schweizer Börse erneut mit deutlichen Einbussen

Die Schweizer Börse hat am Montag erneut deutliche Einbussen verzeichnet. Die Kurse nähmen inzwischen eine tiefe Rezession vorweg, erklärten Händler.

Am Nachmittag lösten sich die Kurse im Fahrwasser der Wall Street zwar von ihren Tiefstwerten. EZB-Chef Jean-Claude Trichets Aussagen waren als Hinweis auf eine baldige Zinssenkung interpretiert worden. Zudem stiegen die US-Hausverkäufe unerwartet an und der Ölpreis setzte seinen Kursrückgang fort.

Dies begünstigte eine teilweise Erholung. Doch mehr als eine technische Gegenbewegung dürfte dies nicht darstellen, hiess es. Noch immer seien die Verunsicherung und die Angst vor weiteren Kurseinbussen gross.

Der SMI-Index schloss nach einem Tagestief bei 5367 Punkten um 3,07 Prozent unter dem Vorabend bei 5500,94 Punkten. Der breite SPI sank 3,24 Prozent auf 4530,87 Zähler.

Händler wollten in den kommenden Tagen einen Test des bisherigen Jahrestiefs des SMI-Index bei 5266 Punkten nicht ausschliessen. «Eventuell gehen wir kurzfristig gar noch etwas tiefer. Aber danach ist mit einer heftigen Gegenbewegung nach oben zu rechnen», sagte ein Händler.

Lonza stürzt ab

Einem massiven Kursverlust von 18 Prozent erlitten am Montag die Aktien des Lifescience-Konzerns Lonza. Der Pharmaauftragshersteller ist nicht mehr sicher, dass er 2008 den Betriebsgewinn wie versprochen um mindestens 15 Prozent steigern kann.

Auch zyklische Industriewerte wie Clariant, ABB, Sulzer, Rieter und Fischer gaben kräftig nach. Solarzulieferer wie Meyer Burger oder Oerlikon litten laut Händlern unter einer kritischen Studie einer US-Bank über Alternativenergien.

Roche und Nestlé bei Verlierern

Die Papiere der als defensiv eingestuften Pharmaunternehmen Roche sowie des Nahrungsmittelriesen Nestlé verloren ebenfalls Terrain. Während bei Roche die geplante Übernahme der US-Tochter Genentech den Kurs zusätzlich belastete, sorgte laut Händlern bei Nestlé der Verkauf von Alcon an Novartis für Verunsicherung.

«Es wird im Markt darüber spekuliert, dass der Alcon-Verkauf neu ausgehandelt werden könnte», sagte ein Händler. Ein Nestlé-Sprecher erklärte dagegen, die Kurseinbussen der Alcon-Aktie hätten keinen Einfluss auf den für 2010 bis 2011 geplanten Verkauf von Alcon-Anteilen.

Nestlé und Roche büssten rund zwei Prozent ein. Novartis kletterte dagegen 1,3 Prozent und war der einzige Standardwert mit Kursgewinnen.

Grossbanken geben weiter nach

Die Aktien von Banken und Versicherungen fielen um bis zu elf Prozent. Zuletzt lagen CS Group um rund zehn und UBS um acht Prozent im Minus. Swiss Re wurden mit Abschlägen von elf Prozent gehandelt. Zurich ermässigten sich um sieben Prozent und Swiss Life büssten vier Prozent ein.

Knapp gehalten waren die Aktien des Warenprüfkonzerns SGS Surveillance, der seine Ziele bestätigt hat. Die Firma rechnet bis Jahresende nicht mit Gegenwind. In allen Bereichen und Regionen laufe es gut.

SDA/js

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