Schweizer Preise sind 60 Prozent über EU-Schnitt

Konsumenten in der Schweiz zahlen weiterhin die höchsten Lebensmittelpreise Europas. Auch Hotels und Restaurants sind nirgendwo teurer.

73 Prozent mehr zahlen für Nahrungsmittel: Aufnahme in einem Basler Supermarkt. (Symbolbild)

73 Prozent mehr zahlen für Nahrungsmittel: Aufnahme in einem Basler Supermarkt. (Symbolbild) Bild: Christian Beutler/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die drei teuersten Länder Europas befinden sich alle ausserhalb der EU. Generell liegen die Preise hierzulande für Konsumenten 61 Prozent über dem EU-Niveau. Hinter der Hochpreisinsel Schweiz folgen Island und Norwegen. Konsumgüter und Dienstleistungen waren dort 2016 im Schnitt 47 beziehungsweise 40 Prozent teurer als in der Union, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat errechnet hat.

Zwischen den einzelnen Ländern gibt es zum Teil riesige Preisunterschiede. So kostete der Erwerb eines repräsentativen Warenkorbs in Dänemark, dem teuersten Pflaster der EU, fast dreimal mehr als in Bulgarien und Rumänien. In den beiden billigsten Staaten bezahlten Konsumenten nur etwa die Hälfte des EU-Durchschnitts.

Island und Norwegen ebenfalls an der Spitze

Die Preise für Nahrungsmittel lagen letztes Jahr in der Schweiz 73 Prozent über dem europäischen Mittel. Einzig in Norwegen war das Preisniveau (plus 63 Prozent) annähernd so hoch. Von den Nachbarländern lockt Deutschland mit den relativ günstigsten Lebensmittelpreisen (plus 6).

Bekleidung war 2016 in der Schweiz 43 Prozent teurer als im EU-Durchschnitt. Nur in Island kleiden sich die Bewohner noch teurer (plus 63 Prozent). Auch für Alkohol und Tabak müssen die Isländer zusammen mit den Norwegern am tiefsten in die Tasche greifen. Bei diesen Produkten rangiert die Schweiz erst auf dem sechsten Platz (plus 28 Prozent).

Schweiz auch für Touristen am teuersten

Die Preise für Unterhaltungselektronik lagen hierzulande sogar leicht (minus 3) unter dem europäischen Mittel. Auch bei den Kosten für private Verkehrsmitteln kann die Schweiz mithalten (plus 3). Bei den Dienstleistungen von Hotels und Restaurants wiederum figuriert sie 67 Prozent über dem EU-Schnitt und damit auf dem unrühmlichen ersten Platz.

Österreich (plus 3) und Italien (plus 4) bewegen sich in diesem Sektor nahe am EU-Mittel. Am günstigsten nächtigen und tafeln Touristen auf dem Balkan. In Bulgarien und Albanien berappen sie dafür nicht einmal die Hälfte der durchschnittlichen EU-Preise. (sep/sda)

Erstellt: 16.06.2017, 15:17 Uhr

Artikel zum Thema

Schluss mit steigenden Immobilienpreisen

Ende 2016 sind die Preise für Wohneigentum erstmals unter die Vorjahreswerte gefallen. Gemäss der Credit Suisse zeichnet sich ein neuer Trend ab. Mehr...

Newsletter

Immer die Region zuerst. Am Wochenende.

Endlich Zeit zum Lesen! Jeden Freitag um 16 Uhr Leseempfehlungen fürs Wochenende.
Den neuen Newsletter jetzt abonnieren!

Kommentare

Blogs

Gartenblog Blütenlos schön
Foodblog Falafingo und Flamingo

Service

Die Welt in Bildern

#covfefe? Angela Merkel bedient das fedidwgugl-Haus in Berlin - und wir schütteln den Kopf ab dem sonderbaren Wahlslogan #fedidwgugl: Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben (18. August 2017).
(Bild: Michael Kappeler) Mehr...