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«Und dann gehen wir alle gemeinsam unter»

Der renommierte deutsche Ökonom Hans-Werner Sinn ist bezüglich der Schuldenkrise pessimistisch. Er wagt die Prognose und sagt, dass die deutsche Regierung ob der Politik um die Griechenland-Hilfe auseinanderbrechen wird.

Hans-Werner Sinn findet, dass Deutschland die Geldtaschen zu weit öffnet. Das sende den Griechen ein falsches Signal aus. Er trat am Donnerstag am Klimaforum in Thun auf.
Hans-Werner Sinn findet, dass Deutschland die Geldtaschen zu weit öffnet. Das sende den Griechen ein falsches Signal aus. Er trat am Donnerstag am Klimaforum in Thun auf.
Markus Hubacher

Wird die Schuldenkrise in Europa immer noch schlimmer?

Hans-Werner Sinn: Das ist leider keine zyklische Krise mit einer Talsohle, die man durchschreiten muss, und dann ist alles wieder gut, sondern eine strukturelle. Sicher, man kann die Finanzmärkte beruhigen, indem man ihnen die Risiken staatlicherseits abnimmt. Das verlagert die Krise aber nur auf die Staaten. Zum Glück zeigt sich schon heute, dass es Opposition geben wird. In Deutschland ist es vor allem die FDP, die nicht mit allem einverstanden ist und langsam, aber sicher auf die Hinterbeine geht. Es liegt im Möglichen, wenn nicht im Wahrscheinlichen, dass die deutsche Regierung wegen dieser Thematik auseinanderfallen wird.

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