Zum Hauptinhalt springen

«Wer mit uns in den Himmel will, muss auch mit uns durch die Hölle»

Der populäre Aktienfonds Classic Global Equity erlitt im Crash hohe Verluste. Jetzt erholt er sich.

Ihr Value-Fonds ist unter Privatanlegern sehr beliebt: Die Portfoliomanager Thomas Braun und Georg von Wyss.
Ihr Value-Fonds ist unter Privatanlegern sehr beliebt: Die Portfoliomanager Thomas Braun und Georg von Wyss.
Thomas Burla

Herr Braun, Herr von Wyss, Ihre Fonds brachten 2009 überdurchschnittliche Renditen, in den zwei Krisenjahren davor aber überdurchschnittliche Verluste. Gehören solche Achterbahnfahrten zu dem von Ihnen gepflegten Value-Stil?Braun: Die hohen Verluste unserer Fonds in den Jahren 2007 und 2008 haben damit zu tun, dass wir oft in Turnaround-Situationen investieren, also in Unternehmen mit erheblichen Problemen, die unserer Ansicht nach aber lösbar sind. Wenn es an den Börsen abwärtsgeht und die Leute risikoavers werden, geraten solche Aktien ganz besonders unter Druck. Value-Investoren müssen mit grossen Schwankungen leben. Wir haben immer gesagt, wer mit uns in den Himmel will, muss bereit sein, auch durch die Hölle zu gehen. Langfristig funktioniert der Stil aber nicht so schlecht, denn der Classic Global Equity Fund hat seit seiner Gründung vor gut zwölf Jahren eine durchschnittliche jährliche Rendite von 9,5 Prozent erzielt gegenüber 1,4 Prozent für den Weltaktienindex MSCI World. Von Wyss: Wenn sich der Pulverdampf an den Börsen verzieht, ziehen unsere Aktien, die schon zuvor zu billig waren, überdurchschnittlich an. So ist es immer: Auf eine Wende an den Börsen reagieren unsere Fonds extrem.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.