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in Island Islands Justiz geht gegen weitere Krisen-Bank vor

Reykjavik Die isländische Justiz hat Ermittlungen gegen frühere Manager der Ende 2008 zusammengebrochenen Landsbanki eingeleitet.

Die isländische Finanzaufsicht wirft den Managern Marktmanipulation vor, wie die Zeitung «Morgunbladid» am Mittwoch berichtete. Die Aufsichtsbehörde habe den Fall am Dienstag an Sonderstaatsanwalt Olafur Thor Hauksson übermittelt, der umgehend ein Ermittlungsverfahren eingeleitet habe. Den Verantwortlichen drohen demnach bis zu sechs Jahre Haft. Die Landsbanki war eines der drei grossen isländischen Geldinstitute, die vor zwei Jahren in den Strudel der weltweiten Finanzkrise gerieten. In der Folge verlor die isländische Krone massiv an Wert, zahlreiche der 320'000 Einwohner des Landes verloren ihre Ersparnisse. Zudem stieg die Arbeitslosigkeit drastisch an; die Regierung musste angesichts massiver Proteste zurücktreten. Seit dem Frühjahr arbeitet Island die Versäumnisse im Bankensektor auf. Im April machte ein Untersuchungsbericht das rasche Anwachsen der isländischen Banken in den Jahren zuvor für das Platzen der Finanzblase verantwortlich. Die Regierung, Aufsichtsbehörden und das Management der Banken hätten versagt. Im Mai waren Ermittlungen gegen die Kaupthing-Bank aufgenommen worden, mehrere ehemalige Manager wurden festgenommen.

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