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Industrie sieht mindestens 20'000 Jobs in Gefahr

Der starke Franken fordert nun vielleicht doch seinen Tribut: Der Industrieverband Swissmem sieht Tausende Jobs in Gefahr.

Etwa 20 Prozent der Firmen sind in einer existenziellen Situation: Angestellte der ABB bei der Arbeit. (20. Februar 2015)
Etwa 20 Prozent der Firmen sind in einer existenziellen Situation: Angestellte der ABB bei der Arbeit. (20. Februar 2015)
Steffen Schmidt, Keystone

Der Frankenschock gefährdet allein in der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie mindestens 20'000 der insgesamt 400'000 Arbeitsplätze. Das sagt Hans Hess, Präsident des Industrieverbandes Swissmem, gegenüber der «SonntagsZeitung». «20 Prozent der gut 100'000 Arbeitsplätze bei Kleinfirmen mit weniger als fünfzig Beschäftigten sind unmittelbar in Gefahr, wenn der Franken auf dem aktuellen Stand bleibt. Diesmal sind eher noch mehr kleine Firmen gefährdet als beim letzten Frankenschock im Jahr 2011. Etwa 20 Prozent der Firmen sind wirklich in einer existenziellen Situation.»

Auch bei mittelgrossen Firmen werde der starke Franken Stellen kosten, sagt Hess. Ausserdem befürchtet Hess, dass grosse internationale Konzerne ihre Niederlassungen in der Schweiz schliessen oder sie ins Ausland verlagern.

Valentin Vogt, Präsident des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes, rechnet bei einem Kurs zu 1.10 Franken kurzfristig mit 20'000 verlorenen Stellen. Gemäss dem neusten Jobradar der Zürcher Firma X28 AG ist seit dem Nationalbank-Entscheid die Zahl der offenen Stellen bei Berufsgruppen wie Chemikern, Mechanikern, Metallbearbeitern, Elektronikern, Logistikern und Holzbearbeitern deutlich zurückgegangen.

SonntagsZeitung/rsz

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