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Irische Anglo Irish Bank bestätigt Milliardenverluste Aktien von zwei weiteren Banken vom Handel ausgesetzt

Dublin Die vor der Auflösung stehende Anglo Irish Bank hat am Donnerstag den höchsten Verlust in der Wirtschaftsgeschichte des Landes bestätigt.

17,7 Milliarden Euro verlor Anglo Irish demnach im Jahr 2010, im Jahr 2009 hatte die Bank 12,7 Milliarden Euro Verlust gemacht. Zusammengelegt sind die Verluste der verstaatlichten Anglo Irish für beinahe ein Drittel der irischen Staatsschulden verantwortlich. Irland sieht sich deshalb auch in seiner Ansicht bestätigt, dass Anglo das gesamte irische Bankensystem mitgerissen hätte, hätte man die Bank im Jahr 2008 zusammenbrechen lassen. Anglo-Irish-Vorstandschef Mike Aynesley glaubt, dass der Staat nach den bereits gegebenen 29,3 Milliarden Euro keine weiteren Gelder in die Bank pumpen wird müssen. Irland plant, die Anglo Irish zu schliessen und hat deren Einlagen bereits auf andere Banken verteilt. Die Bestätigung der bereits am 8. Februar veröffentlichten - und nach einer Prüfung kaum veränderten - Verlustzahlen kam wenige Stunden vor der Veröffentlichung der irischen Bankenstresstests, die vier andere Banken, nicht aber die Anglo Irish betreffen. Es wurde vermutet, dass die Tests ergaben, dass sie weitere Milliarden an Unterstützung brauchen. Irland setzte deshalb am Donnerstag die Aktien von zwei Banken vom Handel aus. Betroffen waren die Bank of Ireland und die Allied Irish Banks. In einer gemeinsamen Erklärung der Irish Stock Exchange und der irischen Zentralbank hiess es, die 24-stündige Aussetzung sei notwendig, um Marktunruhen wegen falscher Gerüchte zu verhindern. Schon am Mittwoch war die Aktie einer weiterten irischen Bank, der Irish Life & Permanent, vom Handel ausgesetzt worden. Der Handel mit den Aktien aller drei Banken sollte am Freitag wieder aufgenommen werden.

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