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Justiz: Keine strafbaren Handlungen bei Konkurs von Weber Benteli

Der Konkurs der Druckerei Weber Benteli aus Brügg bei Biel ist nach Erkenntnissen der Berner Justiz nicht auf strafbare Handlungen von Verantwortlichen zurückzuführen.

Die Kantonale Staatsanwaltschaft hat die Strafuntersuchung deshalb eingestellt. Der Niedergang der Akzidenzdruckerei mit 260 Angestellten habe andere Gründe, heisst es in einem Communiqué vom Donnerstag. Die Staatsanwaltschaft verweist auf die Überkapazitäten im Markt und eine durch die Finanzkrise bewirkte Umsatzdelle. Schwer belastet worden sei das Unternehmen zudem durch eine fremdfinanzierte Rollen-Offset-Rotationsdruckmaschine, die von den früheren Eigentümern angeschafft worden war und nie genügend ausgelastet werden konnte. Das Konkursamt Seeland hatte Anfang 2010 Strafanzeige eingereicht. Die Behörde warf mehreren Mitgliedern der Geschäftsleitung und des Verwaltungsrats Misswirtschaft und andere Konkursdelikte vor. Medien hatten nach dem Konkurs im November 2009 über angebliche Kapitalabflüsse zur deutschen Muttergesellschaft spekuliert. Dieser Verdacht habe sich nicht erhärtet, schreibt die Staatsanwaltschaft. Im Gegenteil: Das deutsche Mutterhaus habe einen Abschreiber in mehrfacher Millionenhöhe hinnehmen müssen.

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