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Kardex leidet noch unter Krise - 9,8 Millionen Euro Verlust

Der Zürcher Lagersystemhersteller Kardex hat 2010 einen Verlust von 9,8 Millionen

Euro eingefahren. Der Umsatz wuchs nur dank der im Mai übernommenen deutschen Mlog um 3,8 Prozent auf 355,9 Millionen Euro. Der Auftragsbestand legte indessen zu, so dass Kardex Morgenröte sieht. Die akquisitionsbereinigten Aufträge standen zum Jahresende 19 Prozent höher bei 130 Millionen Euro, wie Kardex am Donnerstag mitteilte. Wegen des tiefen Geschäftsvolumens und trotz Kurzarbeit und Stellenabbau schrieb Kardex einen Betriebsverlust vor Steuern und Zinsen von 6,4 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte operativ noch ein Gewinn in praktisch gleicher Höhe resultiert. Mit Sonderkosten für die Akquisition der deutschen Mlog und für Restrukturierungen in Höhe von 3,7 Millionen Euro blieb im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Verlust von 9,8 Millionen Euro. 2009 hatte ein Gewinn von 0,8 Millionen Euro herausgeschaut. Kapitalerhöhung und Dividendenverzicht Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung einen Kapitalerhöhung. Das soll die Ablösung einer Ende Juni fälligen Wandelanleihe von 55 Millionen Franken je rund zur Hälfte mit neuen Aktien und durch eine Fremdfinanzierung ermöglichen. Zudem soll wie im Vorjahr auf die Dividende verzichtet werden. Als Grund für das Ergebnis gibt Kardex den spätzyklischen Charakter des Lagerlogistik-Geschäfts an. So hatte die Gruppe mit einer Verspätung von 12 Monaten gegenüber anderen Industriesektoren zu kämpfen. Unterdessen ist die Talsohle durchschritten, berichtet die Firma. Die Umsätze nahmen 2010 von Quartal zu Quartal zu. Dabei stabilisierten sich mit Ausnahme Nordamerikas alle Märkte. Im zweiten Semester lag der Auftragseingang im Vergleich zum ersten Halbjahr 9,3 Prozent höher. Für 2011 erwartet Kardex eine Umsatzsteigerung im Rahmen des Marktwachstums und eine höhere Profitabilität. Allerdings bleibe der Markt preislich hart umkämpft, hiess es.

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