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KOF sieht in Anhebung der Euro-Untergrenze auf 1,30 keine Lösung

Die Experten der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) widersprechen Wirtschaftsverbänden, die eine Euro- Untergrenze von mindestens 1,30 Franken fordern.

Dies sei keine Lösung für die aktuellen Wachstumsprobleme der Schweizer Wirtschaft. Eine weitere Hebelung der Untergrenze könnte angesichts der Unsicherheiten im Euroraum massive Interventionen an den Devisenmärkten notwendig machen, urteilen die KOF-Ökonomen. Dies bringe entsprechende Risiken für die längerfristige Teuerungsentwicklung mit sich. Da es sich bei der Krise im Euroraum um ein strukturelles Problem handle, seien konjunkturpolitische Massnahmen wenig erfolgversprechend. Damit stellt sich die KOF gegen die Meinung von zahlreichen Exponenten aus Schweizer Wirtschaft und Politik, die zuletzt eine Anhebung der Euro-Untergrenze insbesondere zwecks Stärkung der Exportwirtschaft gefordert hatten. Sorgen macht den KOF-Experten vor allem eine mögliche weitere Verschärfung der europäischen Schuldenkrise. Eine solche würde den Aufwertungsdruck auf den Schweizer Franken weiter verstärken und die rezessive Phase des schweizerischen Bruttoinlandprodukts (BIP) verlängern.

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