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Bei Spanien wird es richtig gefährlich

Griechenland ist selber Schuld. Spanien dagegen galt eben noch als Musterland. Ergreift die Krise jetzt die iberische Halbinsel, ist alles bisherige harmloses Vorgeplänkel.

Am Dienstag Griechenland und Portugal, gestern Spanien. All diese Länder wurden von der Ratingagentur Standard & Poor's herabgestuft. Das heisst, die Bonität dieser Länder wird als schlechter beurteilt. Im Fall von Griechenland sogar so schlecht, dass die Ratingagentur Anlagen in griechische Staatsanleihen als hoch riskant betrachtet. Das gilt nicht für Portugal und Spanien. Die Anleihen (Langfristbonds) beider Staaten sind mit der Note A- (Portugal) und AA (Spanien) noch immer im relativ sicheren Bereich angesiedelt.

Dennoch sorgte die Meldung zu Spanien für Nervosität. Schon längst drehen sich die Ängste in der Griechenlandkrise nicht mehr um das Balkanland selbst, sondern um mögliche weitere Opfer. Sollte Spanien tatsächlich in die Bredouille kommen, wird eine dramatische Eskalationsstufe erreicht. Die spanische Wirtschaft ist fast fünfmal grösser als jene Griechenlands, sie hat einen Anteil von beinahe 12 Prozent an der Wirtschaftsleistung aller Länder der Eurozone. Der Anteil von Griechenland liegt dagegen bei bloss rund 2,5 Prozent.

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