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Billiges Rohöl, teures Gold

Angesichts der anhaltenden Unsicherheit um den Euro erreicht der Goldpreis neue Rekordhöhen. Derweil geht der Preisverfall beim Rohöl weiter.

Turbulente Tage: Händler an der Rohstoffbörse in New York.
Turbulente Tage: Händler an der Rohstoffbörse in New York.
Keystone

Der Preis für ein Barrel Öl rutschte am Freitag an der Rohstoffbörse in New York um 2,79 Dollar oder fast vier Prozent auf 71,61 Dollar. Das sind 18 Prozent weniger als noch am 3. Mai, als der Preis mit 87,15 Dollar ein 18-Monats-Hoch erreicht hatte.

Hauptgrund für den Preisverfall sind Sorgen, die Schuldenkrise in Europa könnte das weltweite Wirtschaftswachstum bremsen, was sich wiederum auf die Nachfrage nach Öl auswirken würde.

Händler begründeten den Preisrückgang am Ölmarkt zum einen mit dem anhaltend festen Dollar. So war der Euro zur US-Währung am Freitag auf den tiefsten Stand seit eineinhalb Jahren gesunken. Zum anderen habe die schlechte Stimmung an den Aktienmärkten auf den Ölmarkt ausgestrahlt. Anhaltende Sorgen um die Eurozone hatten die Aktien auch zum Wochenausklang belastet.

Goldpreis auf Rekordhöhe

Gleichzeitig lassen die Zweifel an der Stabilität des Euro den Goldpreis auf immer neue Rekordhöhen steigen: Am Freitag kostete eine Feinunze (31,10 Gramm) Gold kurzzeitig fast 1250 Dollar und damit so viel wie nie. Am London Bullion Market, dem wichtigsten ausserbörslichen Handelsplatz für das Edelmetall, notierte der Preis gegen Mittag bei 1249,40 Dollar, sank kurz darauf aber wieder um zwei Dollar ab.

Erst am Mittwoch hatte der Goldpreis ein neues Allzeithoch erreicht, als die Unze von 1248,82 Dollar kostete. Gold gilt als krisenfeste Anlage, da das Edelmetall von einer Geldentwertung nicht betroffen ist. Angesichts der anhaltenden Unsicherheit um den Euro werde Gold auch weiterhin nachgefragt werden, erklärten Analysten der Commerzbank. Die Preise dürften daher vorerst hoch bleiben.

ddp/sda/jak

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