Bündner Bau bricht ein

Um bis zu 40 Prozent weniger Aufträge verzeichnet die Baubranche im Kanton Graubünden. Als Grund wird auf die Zweitwohnungsinitiative verwiesen.

Im ersten Semester 2014 wurden im Kanton Graubünden 355 Millionen Franken verbaut: Ein Projekt in Davos.

Im ersten Semester 2014 wurden im Kanton Graubünden 355 Millionen Franken verbaut: Ein Projekt in Davos.

(Bild: Keystone)

Die Auftragseingänge im Bündner Bauhauptgewerbe sind im ersten Semester 2014 im Wohnungsbau und im Hochbau drastisch weggebrochen. Im Wohnungsbau beträgt der Einbruch gegenüber dem Vorjahr 25,1 Prozent, im übrigen Hochbau gar 43,4 Prozent.

Bei Wohnungsbau seien unschwer die Auswirkungen der Zweitwohnungsinitiative ablesbar, teilte der Graubündnerische Baumeisterverband am Donnerstag mit. Im übrigen gewerblich-industriellen Hochbau hemme die Verunsicherung über die künftige wirtschaftliche Entwicklung die Investitionsbereitschaft.

Erfreulich entwickelte sich der Tiefbau mit einer Zunahme der Auftragseingängen um 20,8 Prozent. Über alle Bausektoren zusammen resultiert ein Rückgang von 9,3 Prozent. Als Folge reduzierte sich der Arbeitsvorrat per Ende Juni um 4,1 Prozent auf 447 Millionen Franken.

Noch wird gebaut

Auf das vergangene Semester schlugen die rückläufigen Auftragseingänge noch wenig durch. Bei den Wohnungen ging das realisierte Bauvolumen um 1,3 Prozent auf 140 Millionen Franken zurück, im Hochbau um 15,5 Prozent auf 54 Millionen Franken. Dank einer Zunahme im Tiefbau um 20 Prozent auf 161 Millionen Franken wurde in der Summe für 355 Millionen Franken gebaut, 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe nahm per 30. Juni 2014 gegenüber dem Vorjahr um 4,3 Prozent auf 4942 Personen zu. 1604 davon waren Schweizer.

ldc/sda

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