China und USA setzen Gespräche über Handelskrieg im Herbst fort

Es waren die ersten direkten Handelsgespräche der zwei grössten Volkswirtschaften – jedoch ohne sichtbare Fortschritte. Im September soll weiterverhandelt werden.

Der Handelskrieg läuft seit über einem Jahr: US-Finanzminister Steven Mnuchin, US-Handelsbeauftragter Robert Lighthizer und der chinesische Vizepremier Liu He (v.l.). (Foto: Reuters)

Der Handelskrieg läuft seit über einem Jahr: US-Finanzminister Steven Mnuchin, US-Handelsbeauftragter Robert Lighthizer und der chinesische Vizepremier Liu He (v.l.). (Foto: Reuters)

Im Handelsstreit zwischen den USA und China haben beide Seiten eine Fortsetzung ihrer Verhandlungen im September vereinbart. In Shanghai hätten die Delegationen beider Länder am Mittwoch «aufrichtige, effiziente und konstruktive Gespräche» geführt, meldete die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwoch. Diese würden im September in den USA fortgesetzt.

Die US-Delegation um Finanzminister Steven Mnuchin und den US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer waren am Dienstag in Shanghai eingetroffen. Auf chinesischer Seite wurden die Verhandlungen von Vizepremier Liu He geleitet.

Es waren die ersten direkten Handelsgespräche der beiden grössten Volkswirtschaften seit dem Scheitern der Verhandlungen im Mai. Ende Juni hatten sich Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping am Rande des G20-Gipfels der grossen Wirtschaftsnationen in Osaka in Japan auf einen «Waffenstillstand» in ihrem Handelskrieg und eine Wiederaufnahme der Gespräche geeinigt.

Sonderzölle von 25 Prozent

Der Handelskrieg zwischen den beiden Staaten läuft bereits seit über einem Jahr. Auslöser war ursprünglich die Verärgerung Trumps darüber, dass China weit mehr in die USA exportiert als umgekehrt. Er fordert eine Beseitigung von Marktschranken, kritisiert die Verletzung von Urheberrechten, den zwangsweisen Technologietransfer bei in China tätigen US-Unternehmen und staatliche Subventionen.

Seither hat Trump die Hälfte der Importe aus China mit 25-prozentigen Sonderzöllen belegt. China reagierte mit Gegenzöllen. Für die vereinbarte Wiederaufnahme der Handelsgespräche hatte der US-Präsident in Osaka zugesagt, eine geplante Ausweitung der Sonderabgaben vorerst zu verschieben. Doch steht seine Drohung weiter im Raum. Er denkt an 10 bis 25 Prozent Zusatzzölle auf die restlichen China-Einfuhren im Wert von rund 300 Milliarden US-Dollar.

sda

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