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Chinas Exporte ziehen kräftig an – Inflation kühlt ab

Chinas Wirtschaft ist gut ins Jahr gestartet. Das nährt Hoffnungen auf eine Erholung der Konjunktur weltweit – zumal auch die Einfuhren ins Reich der Mitte steigen.

Anleger nahmen die neusten chinesischen Handelszahlen positiv auf: Ein Mann lächelt vor einer Anzeigetafel mit Aktienkursen in Shanghai. (8. Februar 2013)
Anleger nahmen die neusten chinesischen Handelszahlen positiv auf: Ein Mann lächelt vor einer Anzeigetafel mit Aktienkursen in Shanghai. (8. Februar 2013)
AFP

Chinas Exporte sind zu Jahresbeginn kräftig gestiegen, gleichzeitig kühlte die Inflation in der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt etwas ab. Wie aus am Freitag in Peking veröffentlichten Daten hervorgeht, legten die Ausfuhren im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 25 Prozent zu. Im Dezember hatte der Zuwachs bei 14,1 Prozent gelegen. Die Importe wurden im Januar sogar um 28 Prozent gesteigert nach 6 Prozent im Vormonat. Das deutet auf eine anziehende Inlandsnachfrage hin.

Allerdings beruhen die hohen Zuwächse auch auf einer grösseren Anzahl von Arbeitstagen. Das chinesische Neujahrsfest, das im vergangenen Jahr im Januar begann, fällt 2013 komplett in den Februar. Damit ist bereits abzusehen, dass der zweite Monat des Jahres ungewöhnlich schwach ausfallen dürfte.

Dennoch bezeichneten Analysten die Daten am Freitag als vielversprechend. Allerdings sei die Erholung der chinesischen Wirtschaft zu schwach, um einen weltweiten Aufschwung anzuschieben. Hierfür seien Impulse auch aus den USA und Europa nötig.

Peking setzt auf inländischen Konsum

Die Weltbank erwartet für China in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von 7,5 Prozent. Das ist wesentlich mehr als in den westlichen Industrieländern und Japan, aber Chinas schwächster Zuwachs seit den 1990er Jahren. Peking setzt auf ein Anziehen des inländischen Konsums. Zwar steigen die Ausgaben der Verbraucher, aber nicht so stark wie erwartet. Die Regierung versucht dies mit mehr öffentlichen Investitionen, etwa in Verkehrswege, auszugleichen.

Die jährliche Teuerungsrate ging im Januar auf 2,0 Prozent zurück nach 2,5 Prozent im Monat zuvor. Auch hier wirken sich allerdings die fehlenden Feiertage im Vergleich mit dem Vorjahr aus. Zum Neujahrsfest steigen wegen der grossen Einkäufe gewöhnlich die Lebensmittelpreise stark an, das wird nun die Inflation im Februar nach oben treiben.

SDA/rub

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