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Chinesische Leitzinserhöhung drückt Nikkei-Index

Die chinesische Zentralbank hatte den Leitzins zum ersten Mal seit drei Jahren angehoben. Dies hat auf den wichtigsten internationalen Börsen für fallende Kurse gesorgt.

Die asiatischen Börsen fallen: Geschäftsmänner prüfen den Börsenkurs an einer Tafel in Tokio.
Die asiatischen Börsen fallen: Geschäftsmänner prüfen den Börsenkurs an einer Tafel in Tokio.
Keystone

Eine zum gestrigen Zeitpunkg überraschende Leitzinserhöhung in China hat am Mittwoch auf den wichtigsten asiatischen Börsen für fallende Kurse gesorgt. Bei Investoren wuchs die Sorge, dass bei der chinesischen Notenbank eine Zeit strengerer Geldpolitik anbrechen könnte, was auf die weltweite Nachfrage drücken könnte.

Die chinesische Zentralbank hatte vor dem Hintergrund der Inflation und dem überhitzten Immobilienmarkt die Zinsen zum ersten Mal seit fast drei Jahren angehoben. Ausserdem lieferte die Wall Street keine guten Vorgaben für die asiatischen Händler.

Nikkei-Index gab nach

In Tokio gab der Nikkei-Index 1,65 Prozent nach und schloss bei 9382 Zählern. Deutliche Verluste gab es auch im breiter gefassten Topix-Index, der mit einem Minus von 1,2 Prozent bei 824 Punkten den Tag beendete.

Geringer fielen die Verluste beim Hongkonger Hang Seng sowie in Singapur und Shanghai aus. Südkorea und Taiwan schlossen mit einem Plus.

China will mehr Nachhaltigkeit

Mit Chinas Leitzinserhöhung sollen der Anstieg der Verbraucherpreise gedämpft und die boomende Wirtschaft zu mehr Nachhaltigkeit gedrängt werden. Nach Angaben der Zentralbank stieg der Zins für einjährige Kredite um 0,25 Prozentpunkte auf 5,56 Prozent, für Einlagen ebenfalls um einen Viertelprozentpunkt auf 2,5 Prozent.

Nachdem die chinesische Wirtschaft im zweiten Quartal um 10,3 Prozent gewachsen war, hatte die kommunistische Führung angekündigt, eine nachhaltigere Wachstumsrate anzustreben. Die Erhöhung der Leitzinsen war deshalb zwar erwartet worden, allerdings kam der Zeitpunkt überraschend. Vor allem die steigende Inflation, eine Folge des raschen Wachstums, soll gezügelt werden. Im August war die Geldentwertung auf 3,5 Prozent gestiegen. Sie liegt über dem offiziellen Ziel von drei Prozent. Analysten gehen davon aus, dass sich die Inflation im September weiter erhöhte.

(sda/dapd)

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