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CS sieht gutes Jahr für Exporte

In der Eurozone erholt sich die Wirtschaft, der Franken dürfte schwächer werden. Laut den CS-Ökonomen werden die Schweizer Exporteure dieses Jahr zulegen. Anderen Branchen sagen sie weniger gute Zeiten voraus.

Die Maschinenindustrie dürfte sich dieses Jahr erholen: Ein Mitarbeiter des Seilbahn-Herstellers Garaventa im Werk Goldau SZ.
Die Maschinenindustrie dürfte sich dieses Jahr erholen: Ein Mitarbeiter des Seilbahn-Herstellers Garaventa im Werk Goldau SZ.
Keystone

Dank der Erholung in der Eurozone und dem schwächeren Franken dürften sich die Aussichten der Schweizer Exportbranchen für 2014 wieder aufhellen. An Fahrt verlieren wird dagegen der Privatkonsum. Das grösste Wachstumspotenzial haben mittelfristig die Pharmaindustrie und das Gesundheitswesen.

Diese Branchen profitierten vom stetigen Anstieg der Nachfrage nach Gesundheits- und Pflegeleistungen infolge des demografischen Wandels, stellte die Credit Suisse in ihrem Branchenhandbuch fest.

Daneben werden den Informatikdiensten und dem Immobilienwesen gute Wachstumschancen vorausgesagt. Die Notwendigkeit, riesige Datenmengen zu speichern und zu verarbeiten, stelle eine grosse Chance dar, schreibt die CS. Die Affäre um den US-Geheimdienst NSA wird Schweizer Anbieter zusätzlich beflügeln.

Exportbranche im Aufwind

Etwas an Fahrt verlieren dürfte dagegen die Wachstumslokomotive Konsum. Tiefe Zinsen und die Zuwanderung hatten die Schweizer Wirtschaft im vergangenen Jahr beflügelt. Dennoch wird das Baugewerbe und andere baunahe Branchen weiterhin von der Binnenkonjunktur profitieren.

Gute Aussichten sagen die CS-Ökonomen der Exportbranche voraus: Dank der wirtschaftlichen Erholung in der Eurozone sollen die Exporte 2014 zunehmen. Dazu dürfte auch die erwartete reale Abwertung des Frankens beitragen. Die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM-Industrie) soll sich 2014 erholen. Allerdings ist die letztjährige Flaute im Euroraum noch nicht überwunden.

Pharma und Uhren mit Wachstum

Die Pharmaindustrie dürfte Produktion und Umsätze dank einem robusten Exportwachstum steigern, obwohl der weltweite Preisdruck weiterhin hoch bleiben wird.

Ein leichtes Wachstum sagen die CS-Ökonomen der Uhrenindustrie voraus. Dank der Stabilisierung der Exportmärkte China und Hongkong bleiben die Aussichten für die Luxusgüternachfrage positiv. Von den früheren zweistelligen Wachstumsraten ist die Branche dennoch weit entfernt.

Die anhaltende Zuwanderung dürfte 2014 auch dem Detailhandel zu einem Umsatzwachstum im langjährigen Durchschnitt verhelfen. Die Preise sollten gegenüber dem Vorjahr nur noch leicht zurückgehen. Nach Ansicht der CS-Ökonomen wird der Einkaufstourismus auf hohem Niveau verharren.

Gastgewerbe vor schwierigem Jahr

Kein einfaches Jahr dürfte für die strukturschwachen Wirtschaftszweige wie das Gastgewerbe und der Tourismus anbrechen. Dank der leicht besseren Entwicklung der Weltkonjunktur sollten die Branche aber auf den Wachstumspfad zurückkehren.

Die Versicherungen werden laut CS bei den Prämienvolumen moderat zulegen. Anpassungen an das neue regulatorische Umfeld werden für die Banken einen Unsicherheitsfaktor darstellen. Von diesen Anpassungen dürften Unternehmens- und Rechtsberater sowie IT-Dienstleister profitieren.

Hinzu komme, dass viele dem internationalen Wettbewerb ausgesetzte Firmen aufgrund der Frankenstärke ihre Prozesse optimieren müssten, um Kosten einzusparen. Dies werde die Nachfrage nach verschiedenen Beratungsdienstleistungen hoch halten, schreibt die CS.

SDA/kpn

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