Das Pfund fällt zum Euro auf Zehn-Jahres-Tief

Die ungewisse politische Zukunft setzt der britischen Währung zu. Dazu kommen schwache Konjunkturdaten des Landes.

Niedrigster Kurs seit Herbst 2009: die britische Währung. (Reuters/Leonhard Foege/Archiv)

Niedrigster Kurs seit Herbst 2009: die britische Währung. (Reuters/Leonhard Foege/Archiv)

Das britische Pfund bleibt wegen der Sorge über die Folgen eines ungeregelten Austritts Grossbritanniens aus der EU auf Talfahrt. In der Nacht zum Montag wurden für ein Pfund zeitweise nur noch 1,0724 Euro gezahlt.

Dies ist der niedrigste Kurs seit dem Herbst 2009. Das Rekordtief von 1,0200 Euro für ein Pfund wurde im Krisenjahr 2008 erreicht. Zuletzt kostete ein Pfund am Montag wieder 1,0800 Euro.

Auch zum US-Dollar bleibt die britische Währung auf Talfahrt. Hier wurde in der vergangenen Nacht bei 1,2015 Dollar für ein Pfund der tiefste Kurs seit Anfang 2017 erreicht. Zum Franken steht das Pfund derzeit etwas über der Marke von 1,17.

Schwache Konjunkturdaten

Seit Ende Juli hat sich das Tempo der Pfund-Talfahrt deutlich erhöht. Der neue Premierminister Boris Johnson hatte klar gemacht, dass seine Regierung auf jeden Fall einen Austritt aus der EU Ende Oktober anstrebt, notfalls auch ohne Abkommen.

Neben der Furcht vor einem ungeregelten Brexit sorgten auch überraschend schwache Konjunkturdaten für Druck auf die britische Währung. Am vergangenen Freitag war bekannt geworden, dass die Wirtschaft des Landes im zweiten Quartal um 0,2 Prozent geschrumpft ist.

fal/sda

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