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Der letzte Akt der griechischen Tragödie

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble spricht mit seiner französischen Amtskollegin Christine Lagarde am heutigen Treffen der Minister in Luxemburg. Eine Lösung für ein weiteres Hilfspaket in Griechenland wurde bisher nicht beschlossen. Doch seit Freitag ist bereits klar, dass Schäuble mit seinen Plänen, den Privatsektor dabei zu beteiligen, nicht auf Zustimmung stösst. Zu den heftigsten Gegnern solcher Pläne zählt die französische Regierung.
Strikt gegen jede Beteiligung des privaten Sektors spricht sich auch Jean-Claude Trichet aus, der im Herbst abtretende Chef der Europäischen Zentralbank. Im Institut sorgt man sich nicht um die eigenen Bestände an immer riskanteren griechischen Staatspapieren, man befürchtet bei jeder Art von erzwungener Restrukturierung eine Finanzkrise, wie jene im Sommer im Herbst 2008 nach dem Bankrott der US-Investmentbank Lehman Brothers.
Der griechische Premierminister Georgos Papandreou verliert für seine Sparmassnahmen zunehmend die Unterstützung. Voraussichtlich in der Nacht auf Mittwoch soll die Vertrauensabstimmung stattfinden, die über sein weiteres politisches Schicksal und wohl auch über einen baldigen Staatsbankrott Griechenlands entscheidet. Denn ohne Einverständnis des griechischen Parlaments zu neuen Sparmassnahmen fliesst keine weitere Hilfe mehr.
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1. Das aktuelle Hilfspaket hängt von einem neuen ab

2. Deutschland und die privaten Gläubiger

3. Die EZB, Frankreich und die Angst vor einer Finanzkrise

4. Das Schlüsselwort «freiwillig»

5. Scheinkompromiss «Wiener Initiative»

6. Die griechische Politik