Zum Hauptinhalt springen

«Die Dollar-Dominanz ist ein Produkt der Vergangenheit»

Ein vom Dollar beherrschtes Weltwährungssystem hat nach Ansicht von Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao keine Zukunft. Er rührt derweil die Werbetrommel für die eigene Währung.

Haben sich am Mittwoch wohl einiges zu sagen: Chinas Staatschef Hu Jintao und US-Präsident Barack Obama an einem Gipfel in Singapur.
Haben sich am Mittwoch wohl einiges zu sagen: Chinas Staatschef Hu Jintao und US-Präsident Barack Obama an einem Gipfel in Singapur.
Keystone

Die Dominanz der amerikanischen Währung sei ein «Produkt der Vergangenheit», erklärte Hu in Interviews mit zwei US-Zeitungen vom Montag. Der chinesische Yuan stehe zugleich aber nicht an der Schwelle, neue Reservewährung zu werden.

«Es braucht lange Zeit, bis die Währung eines Landes weltweit akzeptiert wird», sagte Hu in den Interviews mit der «Washington Post» und dem «Wall Street Journal». Hu trifft am Mittwoch zu einem Besuch in Washington ein.

Peking hat in jüngster Vergangenheit verschiedene Schritte unternommen, den Yuan zu internationalisieren. So öffnete China seinen Währungsraum für die Beschaffung von Kapital. Hu wies in dem Interview entsprechend auf die Bemühungen seines Landes hin, die Währung verstärkt für Handel und Investments zu verwenden.

Stärkerer Austausch zwischen China und den USA

Die USA messen dem Besuch des chinesischen Staatschefs grosse Bedeutung bei. In den Interviews sprach er sich für einen stärkeren Austausch zwischen den beiden grössten Wirtschaftsnationen aus. Es müsse mehr «gegenseitiges Vertrauen» erreicht werden. «Wir sollten die Nullsummen-Mentalität des Kalten Krieges hinter uns lassen.»

SDA/pbe

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch