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Gewerkschaften fordern besseren Schutz für Angestellte

Viele Firmen und Politiker missbrauchten die derzeitige Krise, um die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern. So Anschuldigungen von Syna und Travailsuisse.

Laut den Gewerkschaften leiden vor allem Teilzeitarbeiter: Angestellter einer Maschinenbaufirma.
Laut den Gewerkschaften leiden vor allem Teilzeitarbeiter: Angestellter einer Maschinenbaufirma.
Keystone

Die Gewerkschaften Syna und Travailsuisse fordern faire Arbeitsbedingungen für die Angestellten. Nur gesunde Mitarbeiter könnten helfen, die derzeitige Krise zu bewältigen. Andernfalls drohten sie zur «Manövriermasse» des Arbeitsmarktes zu werden.

Die Aufhebung des Euro-Mindestkurses stelle die Wirtschaft vor gewisse Probleme, erklärten die Gewerkschaften am Donnerstag vor den Medien in Bern. Aus diesem Grund bieten sie auch Hand, mit Firmen über kurzfristige und zeitlich begrenzte Massnahmen zu verhandeln. Viele Unternehmer und Politiker missbrauchten jedoch die Krise, um die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern, kritisieren die Gewerkschaften.

Aktiv geworden ist nun Travailsuisse-Vizepräsident und Nationalrat Jacques-André Maire (SP/NE). Er hat zwei Vorstösse im Parlament eingereicht, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern.

«Teilzeitler bilden einen Gratis-Puffer»

Erstens soll die Überzeit von Teilzeit- und Vollzeitbeschäftigten gleichbehandelt werden. Zu oft wachse heute ein Teilzeitpensum wegen der geleisteten Überstunden zu einer Vollzeitstelle an, ohne dass der Lohn entsprechend angepasst werde. «Die Teilzeitangestellten bilden so einen Gratis-Puffer für schwankenden Arbeitsanfall», schreiben die Gewerkschaften.

Zweitens sollen die Arbeitseinsätze besser planbar sein. Heute beträgt die Ankündigungsfrist von Arbeitszeiten zwei Wochen. Dies führe oft dazu, dass Einsatzpläne kurzfristig noch geändert würden. Nationalrat Maire fordert in seiner Motion nun, die Ankündigungsfrist auf vier Wochen zu erhöhen. Damit werde auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessert.

SDA/kpn

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