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Goldpreis steigt auf neues Sechs-Jahres-Hoch

Politische Krisen führen zu einem Edelmetall-Höhenflug an den Börsen. Auch eine Wahlschlappe in Argentinien hat dazu beigetragen.

Ein 10,2 Gramm schweres Goldnugget: Nun ist es so viel wert wie zuletzt 2013. Foto: Keystone/AP Photo/Jens Meyer
Ein 10,2 Gramm schweres Goldnugget: Nun ist es so viel wert wie zuletzt 2013. Foto: Keystone/AP Photo/Jens Meyer

Der Goldpreis profitiert weiter von politischen Risiken und einem starken Rückgang der Renditen für Staatsanleihen. Am Dienstag hat der Preis für das Edelmetall den jüngsten Höhenflug fortgesetzt.

Gegen Mittag stieg der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) auf 1535,11 US-Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Frühjahr 2013. Seit Anfang Juni ist der Goldpreis um knapp 20 Prozent gestiegen.

Erstmals seit Mitte April 2013 stieg der Goldpreis wieder über 1500 USD. Chart: Finanz und Wirtschaft

«Die Nachrichtenlage lässt die Anleger weiter Zuflucht in den sicheren Hafen Gold suchen», beschrieb Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank die Stimmung am Markt. Zuletzt hatten die Regierungskrise in Italien, die Aussicht auf einen ungeregelten Austritt Grossbritanniens aus der EU und der Handelskonflikt zwischen den USA und China immer wieder Unsicherheit an den Finanzmärkten geschürt und vermeintlich sichere Anlagen gestützt. Die Folge ist auch ein erneuter Rückgang der Renditen bei Staatsanleihen. Dies macht Anlagen in Gold attraktiver.

Seit Beginn der Woche hat sich darüber hinaus ein neuer Krisenherd aufgetan, der nach Einschätzung von Fritsch ebenfalls für den steigenden Goldpreis mitverantwortlich ist: Eine überraschende Wahlschlappe für Argentiniens wirtschaftsliberalen Präsident Mauricio Macri hat für Alarmstimmung an den Finanzmärkten gesorgt und die Furcht vor einer weiteren Staatspleite des südamerikanischen Landes geschürt.

Im Nachgang der Finanzkrise stieg der Goldpreis im September 2011 knapp über 1900 USD, der höchste Stand der letzten 10 Jahre. Chart: Finanz und Wirtschaft

(SDA)

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