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IWF-Chef: Übertriebene Hoffnungen in Yuan-Aufwertung

Der Direktor des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, fordert eine weitere Aufwertung der chinesischen Währung. Gleichzeitig warnt er.

Was er hört, gefällt ihm nicht: Die Probleme der Staaten würden durch die Yuan-Aufwertung nicht gelöst.
Was er hört, gefällt ihm nicht: Die Probleme der Staaten würden durch die Yuan-Aufwertung nicht gelöst.
Reuters

Der IWF sei immer noch der Ansicht, dass der Yuan, auch bekannt als Renminbi, «unterbewertet» sei. Dies sagte Strauss-Kahn am Montag bei einer Pressekonferenz in Washington. China hatte gut eine Woche vor dem G-20-Gipfel am vergangenen Wochenende einen flexibleren Wechselkurs angekündigt. Die Yuan legte seitdem im Vergleich zum Dollar aber nur leicht an Wert zu.

Strauss-Kahn warnte zugleich davor, von einer weiteren Aufwertung des Yuan das Ausgleichen der Handelsbilanzdefizite einiger Staaten zu erwarten. «Natürlich geht die Aufwertung des Renminbi in die richtige Richtung, und wir dringen weiter darauf, aber es gibt eine Menge anderer Ursachen für Ungleichgewichte, die nicht nur durch eine Veränderung der Währung angegangen werden können», sagte der IWF-Chef.

Noch keine Reservewährung

Über eine mögliche Berücksichtigung des Yuan bei den Währungsreserven des IWF äusserte sich Strauss-Kahn skeptisch: «Ich denke, es wird schwierig, den Renminbi aufzunehmen, bevor der Renminbi wirklich einen Marktpreis hat oder auf die ein oder andere Weise eine Währung mit flexiblem Wechselkurs ist.»

Er hoffe aber, dass dies sich bald ändere, weil es «mehr und mehr Gründe» für eine Berücksichtigung anderer Währungen bei den Währungsreserven gebe. Derzeit legt der IWF seine Reserven in Dollar, Euro, britischem Pfund und japanischem Yen an.

SDA/cpm

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