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Nationalbank hält an Negativzinsen fest

Die Schweizer Nationalbank hat ihre geldpolitischen Entscheide präsentiert. Sie belässt die Negativzinsen auf Giroguthaben bei minus 0,75 Prozent.

Verschärft die Geldpolitik nicht: Thomas Jordan, Direktor der SNB, an einer Pressekonferenz in Bern. (16. Juni 2016)
Verschärft die Geldpolitik nicht: Thomas Jordan, Direktor der SNB, an einer Pressekonferenz in Bern. (16. Juni 2016)
Lukas Lehmann, Keystone

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) nimmt keinerlei Änderungen an ihrer Geldpolitik vor: Das Zielband für den Dreimonats-Libor bleibt unverändert bei -1,25 bis -0,25. Die Negativzinsen auf Giroguthaben betragen weiterhin minus 0,75 Prozent.

Damit sind die geldpolitischen Entscheide der Schweizerischen Nationalbank (SNB) vom Donnerstag gemäss den Erwartungen ausgefallen. Fast ausnahmslos alle Experten sahen die Nationalbank diesmal bei ihrem geldpolitischen Entscheid unter keinerlei Druck. So liefern gemäss den Experten weder die Geldpolitik der Europäische Zentralbank noch die Konjunkturdaten Argumente für einen Kurswechsel.

Leicht optimistischere Aussichten für die Schweiz

Die Nationalbank selbst weist in ihrer Lagebeurteilung auf die fast unveränderte Situation am Devisenmarkt und der Weltwirtschaft hin. Der Franken bleibe deutlich überbewertet, heisst es in der Mitteilung. Die SNB hält darum am bisherigen Niveau der Negativzinsen und des Leitzinses Dreimonat-Libor fest. Gleichzeitig bleibt sie bei Bedarf am Devisenmarkt aktiv.

Bei der konjunkturellen Entwicklung der Schweiz zeigt sich die SNB leicht optimistischer als noch Mitte Juni. Für das laufende Jahr erwartet die Nationalbank neu ein Wirtschaftswachstum in der Schweiz von rund 1,5 Prozent. Die frühere Prognose lautete auf 1,0 bis 1,5 Prozent. Die Erhöhung der Voraussage begründet die Nationalbank mit der Belebung der Schweizer Wirtschaft, die stärker als erwartet ausgefallen sei.

Bei der globalen Konjunktur geht die SNB weiter davon aus, dass die Weltwirtschaft auch in den kommenden Quartalen weiterhin moderat wachsen wird. Der Brexit mache jedoch die Einschätzung der globalen Konjunkturaussichten schwieriger.

Wechselkurse bewegen sich kaum

Der Euro-Franken-Kurs hat sich nach dem Zinsentscheid kaum bewegt. Wurden vor der Lagebeurteilung der Schweizer Nationalbank noch etwa 1,0959 Franken für einen Euro bezahlt, kostete die Gemeinschaftswährung kurz nach dem Entscheid mit rund 1,0961 Franken nur wenig mehr.

Der Kurs notiert seit längerem ziemlich stabil knapp unterhalb der 1,10er-Marke. Der US-Dollar reagierte ebenfalls kaum. Er steht aktuell bei 0,9766; vor dem Entscheid kostete ein Dollar noch 0,9764 Franken.

SDA/mch

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