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Privatbanken verdienen massiv weniger

Die Finanzkrise wirkt nach: Die Margen im Schweizer Private Banking sind stark eingebrochen. Eine Studie zeigt, wieso.

Kunden wählen risikoärmere Anlagen: Tresorfächer einer Schweizer Privatbank (Archivbild).
Kunden wählen risikoärmere Anlagen: Tresorfächer einer Schweizer Privatbank (Archivbild).

Die Steuerdebatten und die Finanzkrise drücken im Schweizer Private Banking auf die Profitabilität der Kundenvermögen: Die Bruttomargen gingen gemäss einer Studie seit 2006 stark zurück - unter anderem, weil Kunden ihre Anlagen in risikoärmere Produkte umgeschichtet haben. Diese risikoärmere Produkte weisen tiefere Margen auf.

Zu diesem Schluss kommt eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des Wirtschaftsprüfers PwC, in der über 100 Geschäftsberichte der 170 im Privat Banking tätigen Institute der Schweiz untersucht wurden.

Kosten steigen an

Die Bruttomargen der analysierten Institute lagen im Jahr 2009 bei 110 Basispunkten, im Jahr 2006 hatten diese Margen noch einen Punktestand von 117 erreicht. Die Nettomargen entwickelten sich von 32 auf 20 Basispunkte zurück.

Von zentraler Bedeutung in den nächsten Jahren sei die Kostenbasis, wird Matthias Memminger, Leiter Private Banking Business Consulting bei PwC Schweiz zitiert. «Alleine die regulatorischen Kosten werden um 10 bis 30 Prozent ansteigen.»

Hoher Druck auf kleine Banken

Besonders gross sei der Druck auf kleine Banken. Zum einen profitieren sie weniger von Skaleneffekten und weisen darum pro Mitarbeitenden weniger Ertrag aus (durchschnittlich 502'000 Franken über die vergangenen vier Jahre). Bei den Grossbanken hingegen erwirtschaftete jeder Mitarbeitende durchschnittlich 604'000 Franken.

Zum anderen haben kleinere Banken kaum Möglichkeiten, das Potenzial an Neugelder in den aufstrebenden Märkten zu nutzen. PwC geht davon aus, dass einige Private Banking-Institute sogar ganz vom Markt verschwinden werden. Seit 2005 ist die Zahl von 181 auf 170 zurückgegangen (-6 Prozent).

(SDA)

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