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Schweizer besitzen im Schnitt mehr als 500'000 Dollar

Das Pro-Kopf-Vermögen ist weltweit nirgendwo so hoch wie in der Schweiz. Und zwar mit deutlichem Vorsprung auf den Zweitplatzierten.

Die Schweiz wird immer reicher, zumindest im Durchschnitt. Dem veröffentlichten Global Wealth Report der Credit Suisse zufolge besitzt ein Erwachsener in der Schweiz durchschnittlich 513'000 Dollar, so viel wie nirgendwo sonst auf der Welt.

Bei der Schätzung des Privatvermögens besteht allerdings ein grosser Spielraum, weshalb andere Studien zu stark abweichenden Resultaten kommen. Im Global Wealth Report der Versicherungsgesellschaft Allianz etwa, der vor zwei Wochen veröffentlicht wurde, wurde das durchschnittliche Geldvermögen eines Schweizers mit netto rund 175'000 Franken beziffert.

«Ein Teil des Unterschiedes kann vermutlich mit den Sachwerten, also Land und Immobilien, erklärt werden», sagte Lorenz Weimann von der Allianz gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Während die Allianz bei der Berechnung des Vermögens nur finanzielle Anlagen berücksichtige, bezog die Credit Suisse auch Sachanlagen in die Berechnung ein. Beide Studien verorteten aber die Schweiz an der Spitze der Vermögenspyramide.

Aufwertung des Frankens

Gemäss der Studie der Credit Suisse beträgt der Abstand der Schweiz zum zweitplatzierten Australien mehr als 100'000 Dollar. An dritter Stelle folgt Norwegen, an vierter Luxemburg und an fünfter die USA.

Die Schweiz hat den Spitzenplatz in der Credit-Suisse-Weltrangliste der Vermögen seit 2008 inne. Zuvor lag Island fünf Jahre lang auf Platz eins. Der Credit Suisse zufolge hat sich das Durchschnittsvermögen in der Schweiz zwischen 2000 und 2011 mehr als verdoppelt. Da die Credit Suisse die Vermögen in Dollar umrechnet, ist allerdings ein grosser Teil des Vermögenszuwachses auf die Aufwertung des Frankens gegenüber dem Dollar zurückzuführen.

In Franken gemessen war das Vermögen der Schweizer Privathaushalte in den Jahren 2001 und 2002 rückläufig. Danach begann ein leichter Aufwärtstrend, der einzig durch die globale Finanzkrise unterbrochen wurde.

Vermögensschere hat sich in Schweiz nicht geschlossen

Die Credit-Suisse-Studie zeigt auch, dass sich die Vermögensschere in der Schweiz im letzten Jahrhundert kaum oder gar nicht geschlossen hat. Die Schweiz ist damit das einzige Land, in der das Vermögen heute nicht gleichmässiger verteilt ist als in den letzten 100 Jahren.

Allerdings konnte die Credit Suisse diese Entwicklung nur für wenige Industrieländer analysieren, da für viele Länder die Daten fehlten.

Durchschnittsvermögen ist so hoch wie noch nie

Das weltweite Durchschnittsvermögen pro Erwachsenem ist rund zehn mal kleiner als das der Schweizer und liegt bei 51'600 Franken, was jedoch ebenfalls einem neuen Allzeithoch entspricht. Alle Privathaushalte der Welt verfügen damit über ein gemeinsames Vermögen von 241 Billionen Dollar.

Trotz dem nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen Umfeld ist das weltweite Gesamtvermögen zwischen Mitte 2012 und Mitte 2013 um 4,9 Prozent gestiegen.

Besonders stark zulegen konnten die Privathaushalte in Nordamerika. Hier stieg das Gesamtvermögen dank der Erholung der Häuserpreise und dem gut laufenden Aktienmarkt um 11,9 Prozent. Die USA verfügen damit zum ersten Mal seit 2005 wieder über das höchste Nettogesamtvermögen.

In Europa stieg das Gesamtvermögen um 7,7 Prozent, in der Region Asien-Pazifik sank es um 3,7 Prozent. Dieser Rückgang ist allerdings auf den Wertverlust des japanischen Yen gegenüber dem US-Dollar zurückzuführen. Ohne Japan verzeichnete die Region Asien-Pazifik ein Vermögenswachstum von 6,2 Prozent.

Mehr Millionäre in Schwellenländern

Für die nächsten fünf Jahre erwartet die Credit Suisse ein Wachstum des globalen Vermögens um fast 40 Prozent. Die Studienautoren gehen davon aus, dass das Tempo der Vermögensbildung in den Schwellenländern weiterhin höher sein wird als in den Industrieländern. Dies dürfte zu einer starken Zunahme der Anzahl Millionäre in den Schwellenländern führen.

In China könnte sich die Zahl der Millionäre bis 2018 mit einem Anstieg auf 2,1 Millionen fast verdoppeln. Auch in Lateinamerika, vor allem in Brasilien und Mexiko, rechnet die Credit Suisse mit einer starken Zunahme der Anzahl Millionäre in den nächsten fünf Jahren.

(SDA)

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