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Warenprüfer erzielt 588 Millionen Franken Gewinn

Der Genfer Warenprüfkonzern SGS machte 2010 über 4,7 Milliarden Umsatz. Der Gewinn stieg um 3,9 Prozent. Davon profitieren sollen auch die Aktionäre.

Hatte ein erfolgreiches Jahr: SGS, hier der Sitz in Genf.
Hatte ein erfolgreiches Jahr: SGS, hier der Sitz in Genf.
Keystone

Der Warenprüfkonzern SGS hat im vergangenen Geschäftsjahr die Profitabilität gesteigert: Der Gewinn stieg im 2010 um 3,9 Prozent auf 588 Millionen Franken, wie das Genfer Unternehmen mitteilte. Der Umsatz erhöhte sich nur leicht um 1 Prozent auf 4,757 Milliarden Franken.

Zu konstanten Wechselkursen betrug das Umsatzwachstum 4,1 Prozent, wie es in der Mitteilung heisst. Ohne den Verlust eines Regierungsauftrags in Irland wäre der Umsatz auf dieser Basis um 5,5 Prozent gestiegen. Der operative Gewinn (Ebit) erreichte 836 Millionen Franken. Dies sind 5,3 Prozent mehr als im 2009.

Das Unternehmen tätigte während des letzten Geschäftsjahrs 10 Übernahmen für einen Gesamtbetrag in Bar von 302 Millionen Franken. Die Zukäufe trugen 146 Millionen Franken zum Umsatz und 34 Millionen Franken zum operativen Gewinn bei. SGS will eine Dividende von 65 Franken pro Aktie ausschütten, wie es weiter heisst. Im Vorjahr waren 60 Franken Dividende geflossen.

Mineralien sorgen für Schub

Damals hatte die schwache Konjunktur zu einem Umsatzschwund geführt. Den stärksten Aufschwung verzeichnete der weltgrösste Prüf- und Inspektionskonzern 2010 beim Mineraliengeschäft, das sich nach einem schwierigen Vorjahr rasch erholte. Ein gutes Handelsvolumen, hohe Rohstoffpreise und steigende Ausgaben für die Suche nach neuen Vorkommen erhöhten die Nachfrage.

Auch im Geschäft mit Regierungen und Tests für Konsumgüter verzeichnete SGS ein gutes Wachstum von über 7 Prozent. Insgesamt belief sich das organische Wachstum auf 3,2 Prozent.

Bei Umwelt- und Industriedienstleistungen war der Umsatz vor Zukäufen rückläufig. Darin schlugen sich nach SGS-Angaben das widrige Wetter in Nordeuropa, die Wirtschaftskrise in Spanien und verschobene Investitionen im Nahen Osten und Nordamerika nieder.

Im Durchschnitt arbeiteten im abgelaufenen Geschäftsjahr 60'321 Personen für den Genfer Konzern nach knapp über 57'000 im Jahr davor. Der Abschluss 2010 fiel im Rahmen der Analysten-Erwartungen aus. Positiv bewerteten Analysten die Erhöhung der Dividende.

Für 2011 geht SGS von einem verbesserten Umsatzwachstum aus. Das operative Ergebnis werde sich ebenfalls verbessern. Dazu beitragen sollen das Handelsergebnis und die substanziellen Investitionen in Entwicklungsprojekte.

SDA/miw

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