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Weshalb Manager für die Schweizer Wirtschaft schwarz sehen

Die 40 wichtigsten Wirtschaftsleute der Schweiz sind nicht optimistisch, was die wirtschaftliche Zukunft der Schweiz angeht. Die meisten der Gründe, die sie für ihre Prognose anführen, sind im Ausland zu finden.

Der starke Einbruch der Einheitswährung vor Weihnachten macht Schweizer Chefs Sorgen. In der Manager-Umfrage der «Sonntagszeitung», an der 40 CEOs der bedeutendsten Schweizer Unternehmen teilnahmen, bezeichnen 70 Prozent der Chefs den starken Franken als grosses Risiko.

Über 60 Prozent sehen eine Gefahr in der hohen Verschuldung der EU-Staaten und erwarten eine schwächere Exportnachfrage. Die Mehrheit rechnet 2011 mit einem tieferen Wachstum und einer leicht höheren Arbeitslosenquote von 3,7 Prozent. Aufgrund des starken Frankens komme es zu einer weiteren Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland.

Vier von zehn Chefs befürchten, dass die Einheitswährung auf 1.15 Franken fällt. «Die Euro-Schwäche bedeutet für uns einen starker Wettbewerbsnachteil», sagt etwa Swiss-Chef Harry Hohmeister.

Ein Auseinanderbrechen ist nicht auszuschliessen

Für Guido Egli, CEO von Mövenpick, hat der Euro in der bisherigen Form keine ­Zukunft. «Ein Auseinanderbrechen ist nicht mehr auszuschliessen.» Und für ZKB-Chef Martin Scholl «ist nicht ersichtlich, wie dies verhindert werden kann». Der Euro bleibe weiter schwach, solange sich die ökonomischen Ungleichgewichte in der Eurozone nicht besserten.

Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey (SP) warnt allerdings eindringlich vor Spekulationen über ein Euro-Ende: «Ich gebe dem Euro eine Zukunft. Man sollte die EU nicht unterschätzen.»

Der Euro schwächte sich in den vergangenen Wochen gegenüber dem Franken immer stärker ab: Die Währung war erstmals weniger als 1,25 Franken wert. Zugleich fiel auch der Dollar auf ein Zwei-Monats-Tief von 0,9514 Franken.

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