«Wie immer hat Powell uns enttäuscht»

Für US-Präsident Donald Trump ist die Leitzinssenkung der Notenbank unzureichend.

«Die Märkte wollten mehr hören»: US-Präsident Donald Trump. (30. Juli 2019)

«Die Märkte wollten mehr hören»: US-Präsident Donald Trump. (30. Juli 2019)

(Bild: Keystone Pete Marovich)

US-Präsident Donald Trump hat sich nach der Senkung des Leitzinses unzufrieden über die Geldpolitik der US-Notenbank Fed geäussert. Er kritisierte die jüngste Entscheidung als unzureichend und attackierte Fed-Chef Jerome Powell erneut persönlich. «Wie immer hat Powell uns enttäuscht», sagte Trump am Mittwoch. «Die Märkte wollten von ihm hören, dass dies der Beginn eines langen und aggressiven Zyklus von Zinssenkungen war, damit wir mit China, der EU und anderen Ländern Schritt halten können.»

Die Fed hatte zuvor erstmals seit mehr als zehn Jahren den Leitzins gesenkt. Die Rate wurde um 0,25 Punkte herabgesetzt und liegt nun bei 2,0 bis 2,25 Prozent. Powell kündigte an, dies sei nicht der «Beginn einer längeren Serie von Zinssenkungen».

Trump hatte die Notenbank bereits vor der Entscheidung am Mittwoch zu einer drastischen Zinssenkung gedrängt. «Ich möchte gern eine umfangreiche Absenkung sehen», sagte er am Dienstag vor Journalisten im Weissen Haus.

Trump hat mit der lange geltenden Gepflogenheit gebrochen, dass sich US-Präsidenten aus Rücksicht auf die Unabhängigkeit der Notenbank mit Kritik an deren Entscheidungen zurückhalten. Er wirft der Fed regelmässig vor, mit ihrer Zinspolitik das US-Wirtschaftswachstum zu bremsen.

chk/AFP

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