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Krankenversicherer Sympany wieder in den schwarzen Zahlen Mehr Versicherte - Sparmassnahmen beginnen zu greifen

Die Versicherungsgesellschaft Sympany schreibt wieder schwarze Zahlen: Nach einem Vorjahresverlust von 28,3 Millionen

Fr. verbuchte das vor drei Jahren aus der Öffentlichen Krankenkasse Basel (ÖKK) hervorgegangene Unternehmen 2010 einen kleinen Gewinn von 1,2 Millionen Franken. Sympany führte die Trendwende in einer Mitteilung vom Donnerstag auf das verbesserte versicherungstechnische Resultat sowie auf das letzte Jahr eingeleitete Spar- und Effizienzsteigerungsprogramm zurück. Unter anderem umfasst dieses den Abbau von 50 Stellen. Zudem wurden nicht mehr benötigte Rückstellungen aufgelöst. Bei den Bruttoprämien verzeichnete Sympany 2010 ein Plus um 9,1 Prozent auf 975 Millionen Franken. Davon entfielen 639 Millionen Fr. auf die obligatorische Krankenpflegeversicherung, bei der die Einnahmen um 53,8 Millionen Franken zulegten. Bei den Zusatzversicherungen fielen die Erträge mit 280,9 Millionen Fr. um 25,9 Millionen Fr. höher aus als 2009. Zurückgeführt wird dieses Wachstum auf höhere Prämien und einem Zuwachs der Privatkunden um 5,6 Prozent auf 244'000. Davon sind rund 214'000 Grundversicherte ( 6000). Tiefere KVG-Leistungen Dagegen wurde bei den ausgeschütteten Versicherungsleistungen von brutto 826 Millionen Fr. ein unterproportionaler Zuwachs um 10,5 Millionen Fr. registriert. In der obligatorischen Krankenpflegeversicherung gingen die Leistungen gar zurück, nämlich um 8,7 Millionen Fr. auf 663,3 Millionen Franken. Ob diese Entwicklung nachhaltig ist, werde sich erst 2011 zeigen, hält Sympany fest. Im Unternehmenskundengeschäft konnte Sympany zwar die Zahl der Kunden um über 14 Prozent auf 11'464 und das Prämienvolumen um 9 Prozent auf 455 Millionen Fr. steigern. Unter dem Strich blieb jedoch ein Verlust. Damit hatte das Unternehmen aber gerechnet. 2011 weniger KVG-Versicherte Für 2011 hat Sympany kostendeckende Prämien kalkuliert. Das führte gemäss dem Geschäftsbericht 2010 bei den KVG-Versicherten zu einem Rückgang. Das Unternehmen verfügt nach eigenen Angaben in allen Versicherungssparten über ausreichende Rückstellungen und sei nach wie vor «solide finanziert». Sympany steht seit wenigen Tagen unter der Leitung von Ruedi Bodenmann. Der ehemalige Swiss Life-Mann hatte am 1. Mai Beat Ochsner abgelöst, der pensioniert wurde. Unter dem ehemaligen CEO hatte Sympany 2010 die Zahl der Vollzeitstellen um 19 auf 545 reduziert. Zudem gibt es statt 12 nur noch 6 Kundenzentren. Die Strukturanpassungsmassnahmen, die zwar nun zu greifen beginnen, die aber auch noch das Gesamtergebnis belasten, sollen Sympany in den nächsten Jahren zu stabilen Gewinnen verhelfen. Angepeilt wird eine Reduktion der operativen Ausgaben um jährlich 15 Millionen Franken.

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