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Mehr Frauen und Prominenz als je zuvor

Ans WEF kommen Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Woher sie stammen und welche Branche sie vertreten.

Das WEF führt erneut zu Stau in Davos. (26. Januar 2018)
Das WEF führt erneut zu Stau in Davos. (26. Januar 2018)
20 Minuten
König Abdullah von Jordanien hatte eine wichtige Botschaft: «Der Islam ist keine Hassreligion.»
König Abdullah von Jordanien hatte eine wichtige Botschaft: «Der Islam ist keine Hassreligion.»
Fabrice Coffrini, AFP
«Wir freuen uns, die Führungskräfte zu verknüpfen», sagte Cheryl Martin, die zuständig für die Unternehmen beim WEF ist.
«Wir freuen uns, die Führungskräfte zu verknüpfen», sagte Cheryl Martin, die zuständig für die Unternehmen beim WEF ist.
Keystone/Laurent Gillieron
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3000 Gäste empfängt das Weltwirtschaftsforum nächste Woche in Davos. Und die Teilnehmerliste ist hochkarätig besetzt. Gleich sechs G-7-Leader kommen – so viele wie noch nie: US-Präsident Donald Trump, die britische Premierministerin Theresa May, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, der kanadische Premier Justin Trudeau und sein italienischer Amtskollege Paolo Gentiloni. Auch EU-Kommissions-Präsident Jean-Claude Juncker nimmt teil. Nur Japans Shinzo Abe bleibt dem Anlass fern.

Zu den prominentesten Gästen zählt auch der indische Premier Narendra Modi, der die offizielle Eröffnungsrede halten wird. König Felipe von Spanien reist an, genauso wie der polnische Präsident Andrzej Duda. «Wir freuen uns, fast alle europäischen Leader hier zu haben», sagte WEF-Gründer Klaus Schwab bei der Vorstellung des Programms.

Tatsächlich kommen 933 Gäste aus Westeuropa, was 32 Prozent oder fast einem Drittel aller Teilnehmenden entspricht. Nordamerika ist mit 841 Personen die am zweitbesten vertretene Region. Dahinter folgen Asien (476) und der Nahe Osten (231).

Über ein Drittel der Teilnehmenden kommt laut den Veranstaltern aus Entwicklungs- und Schwellenländern. Die Regionen Osteuropa, Lateinamerika und Afrika sind jeweils mit über 100 Gästen präsent. Zehn afrikanische Staats- und Regierungschefs reisen an. Für die Präsidenten von Angola, Zimbabwe und Südafrika ist es eine Premiere. Verhältnismässig schlecht vertreten ist mit nur 18 Personen hingegen die Region Ozeanien.

«Es ist essenziell, dass wir Trump bei uns haben.»

Klaus Schwab, WEF-Gründer

Betrachtet man die Herkunftsländer einzeln, dominieren die USA. Donald Trump, mit dessen Einladung dem WEF ein Coup gelungen ist, ist einer von 780 Amerikanern, die in Davos teilnehmen. Zur grossen US-Regierungsdelegation mit zwei Dutzend Mitgliedern gehören auch Finanzminister Steve Mnuchin, Handelsminister Wilbur Ross und Aussenminister Rex Tillerson.

Gastgeber Schweiz ist nach Grossbritannien am drittbesten vertreten. Unter den 233 Teilnehmenden sind Bundespräsident Alain Berset sowie die Bundesräte Ignazio Cassis, Doris Leuthard, Ueli Maurer und Johann Schneider-Ammann.

Über 340 politische Leader besuchen Davos. Zusammen mit internationalen Organisationen und der akademischen Welt (Vertreter von Universitäten, Experten) bilden sie eine grosse Gruppe ausserhalb der Businesswelt, die gut 30 Prozent der Teilnehmenden stellt. 7 Prozent der Gäste sind Medienvertreter, den Rest machen verschiedene Wirtschaftsbranchen aus. Dominiert wird das WEF vom Banken- und Finanzsektor mit 574 Teilnehmenden.

Der typische WEF-Teilnehmer ist männlich und 54 Jahre alt. Doch bei dieser Ausgabe ist der Frauenanteil mit 21 Prozent so hoch wie noch nie. Zu den Eingeladenen gehören unter anderem die norwegische Premierministerin Erna Solberg und Christine Lagarde, die Direktorin des Internationalen Währungsfonds. Das Forum arbeite das ganze Jahr hindurch daran, den «Gender-Gap hervorzuheben und Strategien zu entwickeln, die Frauen helfen, Positionen in Führungsetagen zu erreichen», steht auf der WEF-Website.

Zwölf Nobelpreisträger werden anreisen: darunter auch Malala Yousafzai, die pakistanische Aktivistin für Frauenrechte und Bildung. Für Glamour werden die Schauspielerin Cate Blanchett und Sänger Elton John sorgen. Die beiden werden für ihr Engagement in der Flüchtlingskrise beziehungsweise den Kampf gegen HIV mit dem Crystal Award geehrt.

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