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«No Kimono» - APEC-Führer verzichten auf Landestracht

Yokohama US-Präsident Barack Obama im seidenen Kimono - für die Fotografen beim APEC-Gipfeltreffen in Japan wäre dies der eigentliche Höhepunkt des zweitägigen Politikertreffens gewesen.

Doch daraus wurde nichts beim Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforum (APEC) in Yokohama. Denn Gastgeber Japan entschied, die Führer der 21 Apec- Mitgliedsstaaten für das traditionelle Gruppenfoto am Samstag nicht in die landestypische Tracht zu zwängen. Stattdessen erschienen sie leger im Herrenjackett ohne Krawatte. Einen offiziellen Grund gab es nicht. Japanischen Medienberichten zufolge könnte es daran liegen, dass für das Anlegen von Kimono schlicht keine Zeit blieb, da der Foto-Termin am ersten Tag des Gipfels zwischen einer Kabuki-Theater-Vorstellung und dem offiziellen Abendessen lag. Ausserdem, so meinte ein japanischer Beamter, könnten es die Gäste etwas lästig finden, sich selbstständig in einen japanischen Kimono zu zwängen. Das ist nämlich selbst für viele Japaner zu kompliziert. Auch 1995, als Japan Gastgeber war, liessen sich die APEC-Führer in Jacketts fotografieren. In der Vergangenheit mussten sich die APEC-Politiker unter anderem in knielangen Ponchos (Peru) und braunen Regenmänteln der australischen Cowboys präsentieren. Im kommenden Jahr sind die USA Gastgeber des APEC-Gipfels, der dann auf Hawaii stattfindet. US- Präsident Obama, der von dort stammt, soll Medienberichten zufolge gewitzelt haben, er freue sich darauf, seine Gäste in Blütenhemden und Strohröcken zu sehen.

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