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Novartis-Standort Nyon kann laut Gewerkschaft gerettet werden Novartis will «irgendwann Anfang des nächsten Jahres» entscheiden

Der Pharmakonzern Novartis hat am Freitagabend von den Arbeitnehmenden und der Gewerkschaft Unia Vorschläge erhalten, wie der Stadtort in Nyon VD ohne Entlassungen gerettet werden kann.

Auch in Basel können laut Unia Entlassungen verhindert werden. Eine Expertengruppe bestehend aus Kadermitarbeitenden des Betriebs, eine Delegation des Personals sowie die Gewerkschaft Unia hätten der Novartis-Direktion einen «fundierten, rund 100-seitigen Bericht» mit Vorschlägen überreicht, schreibt die Unia am Freitagabend in einem Communiqué. Der Bericht beinhaltet laut Unia detaillierte Vorschläge, wie der Standort im waadtländischen Nyon erhalten und auf Entlassungen verzichtet werden kann. «Die Vorschläge führen zu Einsparungen, die in etwa so hoch sind wie die von Novartis angestrebten Einsparungen.» Folgenden Massnahmen sind vorgesehen: Die Wiedereingliederung von ausgelagerten Produktionsschritten, Diversifikation der Produktion und die Optimierung der Produktionslinie, begleitet von Umschulung von Arbeitnehmenden. Im weiteren soll das Immobilienmanagement reorganisiert, das administrative Personal von Genf nach Nyon rückgeführt sowie der Energieverbrauch vermindert werden. Auch Einsparungen beim Kehrrichtmanagement und beim Transport sind vorgesehen. Auch in Basel haben die Personalvertretungen von Novartis Vorschläge eingereicht, mit denen Entlassungen vermieden werden können. Man erwarte nun, dass die Vorschläge «seriös geprüft werden und dass Novartis alles unternimmt, um Arbeitsplätze zu erhalten», schreibt Unia. Man nehme nun CEO Joe Jimenes beim Wort, dass er sich persönlich den Vorschlägen des Personals annehme. Novartis nimmt Bericht zur Kenntnis Mit dem Einreichen der Vorschläge sei nun das Konsultationsverfahren zum Stellenabbau in Basel und Nyon VD beendet, schreibt der Pharmakonzern seinerseits in einer Medienmitteilung. «Novartis begrüsst diese Vorschläge und wird nun ihre Umsetzbarkeit sorgfältig analysieren und beurteilen», heisst es weiter. «Irgendwann Anfang des nächsten Jahres» wolle man zu einem Entscheid kommen. Zum Inhalt der Vorschläge und den Gesprächen mit den Regierungsvertretern äusserte sich Novartis nicht. Diese seien vertraulich. Novartis hatte Ende Oktober angekündigt, weltweit 2000 Stellen zu streichen, davon 760 in Basel sowie alle 320 in Nyon. Als Grund führte der Pharmakonzern der steigende Preisdruck auf Medikamente an. Notiz an die Redaktion: Meldung wird nach MK ergänzt

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