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Papierfabrik Sappi will Werk in Biberist schliessen Konsultativverfahren eingeleitet - 550 Stellen auf dem Spiel

Der Papierfabrik von Sappi in Biberist SO droht die Schliessung.

Wie der Konzern am Donnerstagmittag mitteilte, wird darum das Konsultativverfahren mit den Sozialpartnern eingeleitet. Mit der Schliessung würden 550 Stellen verschwinden. Wegen der Überkapazitäten für Feinpapier in Europa sei es in den letzten Jahren unmöglich geworden, die stark ansteigenden Kosten für Rohstoffe und Energie auszugleichen. Der südafrikanische Mutterkonzern Sappi überprüfe darum seine Produktionstätigkeit in Europa. In Biberist sei trotz aller Bemühungen keine tragbare Rendite zu erzielen gewesen, überhaupt erreiche Sappi Fine Paper Europe (SFPE) auf dem ganzen Kontinent kaum mehr tragbare Renditen. Darum werde die Schliessung der Fabrik im Solothurnischen in Betracht gezogen. Bereits im April 2010 hatte die Papierfabrik 48 Stellen gestrichen. Eine Schliessung von Biberist hätte für die Kunden keine Folgen, teilte Sappi weiter mit. Sie könnten gestrichene Feinpapierprodukte und ähnliches bei anderen Standorten von Sappi in Europa einkaufen. Lieferengpässe würden nicht entstehen. Die ungestrichenen Produkte der Markenfamilie Cento würden auslaufen. Weiter betrieben würde das Vertriebsbüro in der Schweiz. Stellt Biberist den Betrieb ein, sinken die Kapazitäten von Sappi beim gestrichenen Feinpapier um 435'000 Tonnen, jene beim ungestrichenen Feinpapier um 65'000 Tonnen. Die südafrikanische Sappi ist eine global operierende Gesellschaft der Zellstoff- und Papierindustrie. Firmensitz ist in Johannesburg. Die Gesellschaft teilt sich in die drei Geschäftsbereiche: Sappi Fine Paper, Sappi Forest Products und Sappi Trading. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 16'000 Menschen. In den Besitz der Papierfabrik in Biberist kamen die Südafrikaner im Herbst 2008, als der finnische Papierkonzern M-Real seinen Geschäftszweig für grafische Papiere abstiess.

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