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Schweiz mit guten Karten im globalen Steuerwettbewerb

Die Kantone gehören zu den Standorten mit der weltweit tiefsten Steuerbelastung für Unternehmen. Aber die ausländische Konkurrenz schläft nicht.

Ein attraktiver Ort auch für Firmen: Bundespräsiden Ueli Maurer unterhält sich in Stans mit der Nidwaldner Bevölkerung. (Keystone/Urs Flüeler/5. Juli 2019)
Ein attraktiver Ort auch für Firmen: Bundespräsiden Ueli Maurer unterhält sich in Stans mit der Nidwaldner Bevölkerung. (Keystone/Urs Flüeler/5. Juli 2019)

Die Schweiz zählt weiterhin zu den Standorten mit der weltweit tiefsten Steuerbelastung für Firmen. Dies, obwohl sich der internationale Steuerwettbewerb deutlich beschleunigt hat. So liess in den USA dank Donald Trumps Steuerreformen die Belastung stark nach.

Gemäss dem BAK Taxation Index 2019 bleibt Nidwalden der steuergünstigste Kanton mit einer effektiven Steuerbelastung für Unternehmen von 10,1 Prozent. Vor dem Innerschweizer Kanton rangiert in dem Index einzig noch der Standort Hongkong (9,9%), wie einer Mitteilung der Basler Wirtschaftsforschungsfirma vom Donnerstag zu entnehmen ist.

Hinter Nidwalden folgen die Kantone Luzern und Appenzell Ausserrhoden (beide 10,3 Prozent), Obwalden (10,9%) und neu Basel-Stadt (11,0%). Der Nordwestschweizer Stadtkanton kommt damit dank einer Anpassung der Steuern erstmals in die «Top-5» der Schweizer Kantone.

Auf den ersten 15 Plätzen des BAK Index sind neben Hongkong nur noch zwei weitere «nicht-schweizerische» Standorte zu finden: Es sind dies die ungarische Hauptstadt Budapest (10,9%) und die irische Hauptstadt Dublin (13,8 Prozent). Der durchschnittliche Wert der Steuerbelastung in der Schweiz liegt bei 15,6 Prozent und damit rund 10 Prozentpunkte unter dem internationalen Durchschnitt (26,4 Prozent).

Härtere Bandagen

Allerdings werde im internationalen Steuerwettbewerb zunehmend wieder mit «härteren Bandagen» gekämpft, mahnt die BAK in ihrer Mitteilung. So hätten die USA mit den Steuerreformen von Präsident Donald Trump die Steuerbelastung um fast 8 Prozentpunkte gesenkt, womit sie deshalb nicht mehr das Schlusslicht des Index bildeten.

Die Abwärtsdynamik sei damit noch nicht abgeschlossen. Weitere «substanzielle Senkungen» seien beispielsweise in Frankreich und Belgien vorgesehen. Im Vereinigten Königreich wird zudem ebenfalls über eine Reduktion der Unternehmensbesteuerung nachgedacht. Damit solle der Standort für die Zeit nach dem Brexit steuerlich attraktiver positioniert werden.

Auch schweizweit werde sich die Steuerlandschaft mit der vom Volk gutgeheissenen Steuerreform (Staf) «fundamental» verändern, schreibt BAK Basel. So sähen noch viele Kantone Anpassungen bei den Steuersätzen vor. Bereits vollzogen haben diese Anpassungen die Kantone Basel-Stadt und Waadt, die sich dadurch im Ranking auch deutlich verbessert haben.

(SDA)

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