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SMI mit einem der grössten Tagesverluste 2015

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag einen der grössten Tagesverluste im laufenden Jahr erlitten. Es herrschten zeitweise fast panikartige Zustände.

Schweizer Börse auf Talfahrt: Der heutige Verlust ist einer der grössten in diesem Jahr. (Archivbild)
Schweizer Börse auf Talfahrt: Der heutige Verlust ist einer der grössten in diesem Jahr. (Archivbild)
Steffen Schmidt, Keystone

Es war ein schwarzer Tag an der Schweizer Börse. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag einen der grössten Tagesverluste im laufenden Jahr verzeichnet. Zeitweise herrschten fast panikartige Zustände, berichten Händler. Auch an anderen europäischen Börsen ging es zum Teil in ähnlichem Ausmass bergab.

Analysten erklärten sich die Verwerfungen mit starken globalen Wachstumssorgen und mit den Nachwehen des «Nullentscheids» der US-Notenbank von vergangener Woche. Man könne nicht die Märkte ein Jahr lang auf einen Zinsanstieg vorbereiten und diesen dann wegen der China-Sorgen kurzfristig abblasen, meinte ein Experte.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss 3,49 Prozent tiefer bei 8475,47 Punkten und damit auf dem Tagestief. Auch sämtliche 30 Blue Chips im Swiss Leaders Index (SLI) schlossen im Minus.

Plan gegen «Wucher»

Die schwersten Verluste unter den grössten Schweizer Titeln erlitten jene von LafargeHolcim (-5,2 Prozent). Die Zementaktien sind stark abhängig vom Gang der Weltwirtschaft und insbesondere der Konjunktur in den Schwellenländern. Diesbezüglich hatte die US-Notenbank letzte Woche ein grosses Fragezeichen gesetzt.

Dahinter folgten vier Titel, die um über 4 Prozent nachgaben. Zu dieser Gruppe gehörte das Pharmaschwergewicht Novartis (-4,6 Prozent). Auch Roche (-3,6 Prozent) und Actelion (-3,1 Prozent) erlitten deutliche Einbussen. Händler verwiesen auf Ankündigungen der demokratischen US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, sie wolle den überhöhten Preisen von Medikamenten den Kampf ansagen und einen Plan gegen «Wucher» vorlegen.

Im breiten Markt lag das Hauptaugenmerk auf den Sunrise-Papieren, die sich mit plus 1,1 Prozent angesichts des allgemeinen Kursrutsches sehr gut behaupteten. Das Unternehmen kündigte am Dienstagmorgen Sparmassnahmen, einen Stellenabbau sowie das Zusammenlegen von Einheiten an. Die Aktie notiert aber trotz der aktuellen Gewinne noch immer weit unter dem Kurs, den sie beim Börsengang im letzten Februar hatte.

SDA/slw

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