Über 5000 Schweizer Geschädigte wegen Thomas Cook

Es zeichnet sich ab, dass der Konkursfall des Tourismuskonzerns in der Schweiz an jenen der Swissair sehr nahe herankommt.

Das Unternehmen mit Sitz in London beantragte im September Insolvenz an: Flugzeuge von Thomas Cook auf dem Flughafen Düsseldorf. (23. September 2019)

Das Unternehmen mit Sitz in London beantragte im September Insolvenz an: Flugzeuge von Thomas Cook auf dem Flughafen Düsseldorf. (23. September 2019)

(Bild: Reuters Wolfgang Rattay)

Das Verfahren gegen den Schweizer Ableger des bankrotten Reisekonzerns Thomas Cook wird laut der «NZZ am Sonntag» zu einem der grössten Konkursfälle der Schweiz.

«Bis jetzt sind mindestens 5150 Gläubigerforderungen eingegangen», sagte Adrian Gygax, stellvertretender Leiter des zuständigen Konkursamts im Kanton Schwyz, der Zeitung. Vermutlich seien es aber noch erheblich mehr. Die genaue Zahl würde derzeit erhoben, hiess es.

Die Thomas Cook Schweiz hat ihren Sitz in Pfäffikon (SZ), und es wurde am 1. Oktober 2019 der Konkurs eröffnet. Die Mehrheit der Gläubiger stammten aus der Schweiz sowie aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Holland und Spanien. Thomas Cook Schweiz hatte unter anderem Pauschalreisen angeboten, die über das Internet verkauft worden waren. Beim wohl grössten Konkursfall der Schweiz, dem Untergang der Swissair, hatten rund 10'000 Gläubiger ihre Forderungen eingereicht – Thomas Cook Schweiz dürfte laut der Zeitung an diesen Wert herankommen.

roy/sda

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt