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Swiss Re muss nach Naturkatastrophen Riesensummen zahlen 665 Millionen Dollar Verlust im ersten Quartal - Kapitalbasis intakt

Die Erdbebenkatastrophen in Japan und Neuseeland und die Unwetter in Australien bürden dem Rückversicherer Swiss Re hohe Kosten auf.

Im ersten Quartal steht dem Branchenschwergewicht ein Verlust von 665 Millionen Dollar ins Haus. Im Vorjahr, das ebenfalls von mehreren Naturereignissen geprägt gewesen war, hatte Swiss Re noch 158 Millionen Dollar Gewinn gemacht. Swiss Re hatte die Belastungen durch das verheerende Erdbeben mit anschliessender Tsunamiwelle in Japan zuletzt auf 1,2 Milliarden Dollar geschätzt, wobei das Atom-Chaos um den Reaktor in Fukushima, ebenfalls eine Folge des Bebens, den Rückversicherer weitaus weniger kostet als die katastrophenbedingten Schäden an der Infrastruktur Nordwest-Japans. Das Erdbeben im neuseeländischen Christchurch dürfte mit 800 Millionen Dollar zu Buche schlagen, wie Swiss Re bekannt gegeben hatte. Naturereignisse in Australien bringen nach Angaben des Konzerns noch einmal 325 Millionen Dollar an Belastungen. Schadenzahlungen übersteigen die Prämieneinnahmen im ersten Quartal dramatisch: Die Combined Ratio (Vergleich Prämieneinnahmen und Zahlungen plus Kosten) der Swiss-Re-Sparte Schaden und Haftpflicht liegt bei aussergewöhnlich hohen 163,7 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie bei 109,4 Prozent gelegen. Mit den Kapitalanlagen hat Swiss Re im ersten Quartal hingegen gute Gewinne einfahren können. Die Vertragserneuerungen mit den Kunden im April und die Preisentwicklung im Schadengeschäft hätten sich ebenfalls positiv entwickelt, teilte Swiss Re am Donnerstag mit. Konzernchef Lippe erwartet, dass die Preise für Rückversicherung wieder steigen werden. Nicht im grossen Stil erschüttert worden von den Katastrophen sind die Reserven: Die Gruppe verfügte Ende März über ein Eigenkapital von 24,4 Milliarden Dollar, nur leicht weniger als die 25,3 Milliarden Dollar zum Ende des Vorjahreszeitraums.

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