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Teuerung frisst Lohnerhöhung weg

Zwar sollen die Löhne 2018 leicht steigen. Mehr im Portemonnaie bleibt trotzdem nicht.

Reallöhne stagnieren: Eine neue Schweizer Zehnernote, die seit Mittwoch, 18. Oktober, im Umlauf ist.
Reallöhne stagnieren: Eine neue Schweizer Zehnernote, die seit Mittwoch, 18. Oktober, im Umlauf ist.
Christian Beutler, Keystone

0,7 Prozent soll die Lohnerhöhung im neuen Jahr betragen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der UBS. Wegen einer Teuerung von 0,6 Prozent dürfte der Anstieg am Ende aber minim bleiben. Die Reallöhne stagnieren damit mit 0,1 Prozent.

Bereits im laufenden Jahr betrug der Nominallohnanstieg 0,7 Prozent. Die UBS-Ökonomen rechnen mit einer Teuerung von 0,5 Prozent 2017, weshalb die teuerungsbereinigten (realen) Löhne mit 0,2 Prozent stärker steigen dürften als 2018, wie aus einer Mitteilung vom Donnerstag hervorgeht. Die Grossbank hat 341 Unternehmen befragt.

Erhöhung nur in einzelnen Branchen

Während unter anderem in der Medienbranche, dem Baugewerbe sowie im Detailhandel die Lohnerhöhungen kaum mit der Teuerung mithalten dürften, können sich Beschäftigte in der Pharmaindustrie, im Maschinenbau sowie in der Telekommunikationsbranche auf Salärerhöhungen von einem Prozent einstellen.

Der erwartete Reallohnanstieg scheine niedrig, schreibt die Grossbank. Grund dafür sei die Lohnpolitik der letzten Deflationsjahre. Damals hätten die Unternehmen von Lohnsenkungen abgesehen, weshalb sie nun auch mit einer starken Erhöhung zögern.

Zuversichtliche Entwicklung

Die Teuerung spielt bei Lohnverhandlungen eine grosse Rolle. Allerdings machen Gewerkschaften geltend, dass bei der Inflation mit den Prämienanstiegen der Krankenkassen ein gewichtiger Kostenfaktor ausgeklammert wird.

Die Unternehmen zeigten sich in der Umfrage weiter zuversichtlich für die wirtschaftliche Entwicklung und die Entwicklung der Arbeitslosenquote im kommenden Jahr. So erwarten lediglich 11 Prozent einen Anstieg der Arbeitslosenrate, 2017 rechnete noch gut ein Viertel der Firmen damit. Ein Fünftel geht nun für 2018 gar von einem Rückgang der Arbeitslosigkeit aus.

SDA/kfi

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