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Trumps Kandidat ist neuer Präsident der Weltbank

David Malpass ist bisher vor allem als Kritiker der Weltbank aufgefallen.

Jetzt ist es offiziell: David Malpass ist neuer Chef der Weltbank.
Jetzt ist es offiziell: David Malpass ist neuer Chef der Weltbank.
Reuters

David Malpass, bisheriger Staatssekretär im US-Finanzministerium, ist zum neuen Präsidenten der Weltbank ernannt worden. Malpass sei «in einem offenen und transparenten» Nominierungsverfahren offiziell zum 13. Chef der Weltbank ausgewählt worden, teilte die Institution am Freitag in Washington mit. Die USA sind der grösste Beitragszahler der Weltbank und stellen seit Gründung der Finanzinstitution zum Ende des Zweiten Weltkriegs durchweg deren Präsidenten. Er werde sein Amt am Dienstag antreten.

Der 63-Jährige ist ein Vertrauter von US-Präsident Donald Trump und war der einzige Kandidat für den Posten. Er hat die Institution, die er künftig leiten soll, in der Vergangenheit harsch kritisiert. Weltbank und IWF gäben «viel Geld» aus, seien aber «nicht sehr effizient», sagte der frühere Wall-Street-Ökonom im Jahr 2017 vor dem US-Kongress. Die Kreditvergabepraxis dieser Institutionen sei «oft korrupt».

Schon vor der offiziellen Nominierung hatte die Personalie heftige Kritik hervorgerufen. Der Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman verwies im Kurzbotschaftendienst Twitter auf Malpass' falsche Einschätzungen zur Finanzkrise im Jahr 2008. Der frühere Sprecher des einstigen US-Präsidenten George W. Bush, Tony Fratto, schrieb von einer «desaströsen, giftigen Wahl».

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