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Türkei steuert auf Stromkrise zu

Istanbul Die wirtschaftlich boomende Türkei steuert auf eine schwere Energiekrise zu.

Ohne schnelle Investitionen könne der Strombedarf des Landes im Jahr 2016 nicht mehr gedeckt werden, zitierte die türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Mittwoch eine Studie der Stromverteilungsgesellschaft Teias. Abhängig von der Nachfrage und dem Tempo beim Aufbau zusätzlicher Kapazitäten drohe dann im Jahr 2019 eine Fehlmenge von rund 22 bis etwa 37 Prozent des Bedarfs. Der Untersuchung zufolge wird der Stromverbrauch der Türkei in den kommenden Jahren zwischen 5 und 7,5 Prozent jährlich wachsen. Die Türkei ist besonders stark von importierter Energie abhängig, wobei Öl und Erdgas die Hauptenergiequellen sind. Das Land hat den Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energiequellen erst in den vergangenen Jahren begonnen. Der lange angekündigte Bau von zwei Atomkraftwerken ist unterdessen nicht recht vorangekommen. Ein erstes Kraftwerk will Ankara am Mittelmeer von russischen Unternehmen bis 2020 errichten lassen. Über den Bau eines am Schwarzen Meer geplanten zweiten Atomkraftwerkes wird mit mehreren möglichen Anbietern verhandelt.

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