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und Weltbank Währungsstreit: Die Rivalen und ihre Argumente Hintergrund

Washington Vor dem Herbsttreffen des Internationalen Währungsfonds (IWF) spitzt sich der Streit um die Entwicklungen am Devisenmarkt zu.

Der IWF warnt vor einem Währungskrieg. Im Folgenden die wichtigsten Spieler und ihre Karten: USA: Der Aufschwung in den USA kommt nur langsam in Fahrt. Vor allem der Arbeitsmarkt bereitet der Regierung unter Präsident Barack Obama Sorgen. Sie setzt nun auf den Export und will die Abhängigkeit vom Konsum im Inland reduzieren. Das wissen auch die Zentralbanker um Fed-Chef Ben Bernanke: Offiziell verlieren sie zwar selten ein Wort zum Wechselkurs. Doch darf man annehmen, dass sie die andauernde Schwäche des Greenbacks wegen ihrer den Export stimulierenden Wirkung gerne in Kauf nehmen. Zuletzt hat die Fed den Dollar mit ihrer Ankündigung unter Druck gebracht, bei einer weiter schwachen Konjunktur noch mehr Geld in die Wirtschaft pumpen zu wollen. Die meisten Ökonomen gehen davon aus, dass es im November so weit ist. China: China lässt seine Landeswährung Yuan an der kurzen Leine: Zwar wurde die feste Koppelung an den Dollar Mitte Juni gelöst. Doch zur erhofften deutlichen Aufwertung, die gerade US-Politiker seit langem fordern, kam es nicht: Der Kursanstieg liegt bei lediglich gut 2 Prozent. Um den Kurs im Griff zu behalten, kauft die Peoples Bank of China (Volksbank) in grossem Stil ausländische Währungen am Devisenmarkt auf. Mittlerweile sitzt China auf den grössten Reserven aller Länder im Wert von umgerechnet gut 2,5 Billionen Dollar. Die Regierung wehrt sich heftig gegen Forderungen nach einer Aufwertung. Sie befürchtet, dass ihre Exporteure bei einer raschen Aufwertung stark an Wettbewerbsfähigkeit verlieren, es zu einer Pleitewelle kommt und das Wirtschaftswachstum nachlässt. Ein Wachstum von mindestens 8 Prozent wird aber als nötig erachtet, um genügend Jobs für die Wanderarbeiter zu schaffen und soziale Unruhen zu vermeiden. Japan: Der Yen steigt ungeachtet der Deflation und der schwächelnden Konjunktur in Japan. Dabei spielen Carry Trades eine Rolle: Viele Investoren verschulden sich in Yen und legen das Geld dann in Ländern mit höheren Zinsen an. Der Regierung bereitet diese Yen-Stärke Kopfzerbrechen, weil sie die wichtige Exportbranche belastet. In den vergangenen Wochen wurde daher die Zentralbank gleich zweimal aktiv: Mitte September intervenierte sie zum ersten Mal seit Jahren direkt am Devisenmarkt, Anfang dieser Woche senkte sie den Leitzins erstmals seit 2006 wieder auf null und legte zudem einen weiteren viele Billionen Yen schweren Fonds auf. Den Yen-Anstieg konnte das aber kaum bremsen. Euro-Zone: Offiziell völlig unbeeindruckt vom Abwertungswettlauf gibt sich die Europäische Zentralbank (EZB). Spiegelbildlich zur Dollar- Schwäche steigt der Euro seit einiger Zeit und hat mit knapp 1.40 Dollar wieder sein Niveau wie vor der Krise um Griechenland im Frühjahr erreicht, auf deren Höhepunkt die Gemeinschaftswährung bis auf 1.20 Dollar gefallen war. Von seinem Rekordhoch von 1,60 Dollar ist der Euro zwar noch weit entfernt. Jeder Cent mehr schmerzt aber die europäischen Exporteure. Besonders Deutschland mit seiner starken Exportwirtschaft ist davon betroffen. Schwellenländer: Schnell wachsende, exportstarke Länder wie Brasilien oder Südkorea gehören zu den Verlieren im Abwertungsrennen der grossen Volkswirtschaften. Denn sie haben ihre Zinsen angehoben, um eine Überhitzung der Wirtschaft zu vermeiden. Doch damit locken sie das Geld der Investoren an, die auf der Suche nach höheren Zinsen ihr Geld in Real oder Won anlegen und so den Kurs dieser Währungen kräftig in die Höhe treiben. Die Regierungen verlieren nun langsam die Geduld: Brasilien hob Steuern für ausländische Investoren an und kauft Dollar am Weltmarkt, Südkorea gehört gar zu den Ländern, die traditionell am stärksten am Devisenmarkt eingreifen.

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