15 Länder beraten in Brasilien über Odebrecht-Skandal

Schmiergelder an Politiker, Parteien und Staatsbeamte – der Korruptionsskandal rund um die brasilianische Baufirma ist gross. Nun wollen mehrere Generalstaatsanwälte alles aufklären.

Sicht auf den Eingang des Humboldt Tower, der Hauptsitz der brasilisanischen Firma Odebrecht in Caracas, Venezuela. (14. Februar 2017)

Sicht auf den Eingang des Humboldt Tower, der Hauptsitz der brasilisanischen Firma Odebrecht in Caracas, Venezuela. (14. Februar 2017)

(Bild: Keystone EPA/MIGUEL GUTIERREZ)

Angesichts der internationalen Ausmasse des Korruptionsskandals um den brasilianischen Baukonzern Odebrecht wollen die Ermittlungsbehörden von 15 Ländern enger zusammenarbeiten. Ein Treffen der Generalstaatsanwälte der beteiligten Länder soll am Donnerstag und Freitag in der brasilianischen Hauptstadt Brasília stattfinden.

Teilnehmen an dem Arbeitstreffen werden nach Angaben aus dem Umfeld der brasilianischen Organisatoren Vertreter Antiguas und Barbudas, Argentiniens, Chiles, Kolumbiens, Ecuadors, El Salvadors, Guatemalas, Mexikos, Perus, Mosambiks, Panamas, Portugals sowie der Dominikanischen Republik und Venezuelas.

Der weitverzweigte Korruptionsskandal um den Baukonzern Odebrecht erschüttert derzeit Lateinamerika. Die Ermittlungen begannen im Jahr 2014 und förderten nach und nach ein ausgeklügeltes System zur Zahlung von Schmiergeldern an Politiker, Parteien, Staatsbeamte und Manager zutage. Mit dem Geld sollen der Konzern und andere Baufirmen sich Aufträge gesichert und teils sogar eine vorteilhafte Gesetzgebung erkauft haben. Odebrecht ist auch eines der Unternehmen, die in den Korruptionsskandal um den staatlichen Ölkonzern Petrobras in Brasilien verwickelt sind.

foa/AFP

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